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Aachen/Düren: Mehr Möglichkeiten für die Langzeitarbeitslosen

Aachen/Düren : Mehr Möglichkeiten für die Langzeitarbeitslosen

Auch im Mai hat sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region Aachen fortgesetzt. Den positiven Trend bekommen inzwischen auch Ältere und Langzeitarbeitslose zu spüren.

Wie die Aachener Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, sank die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 2,6 Prozent auf 36.852. Das bedeutet gegenüber dem Mai des Vorjahres eine Verbesserung um 6437 Personen (-14,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 9,6 Prozent im April auf 9,3 Prozent - vor einem Jahr lag sie noch bei 11,0 Prozent.

Die Dürener Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass die Arbeitslosenstatistik für Mai das beste Ergebnis seit sieben Jahren verzeichnet. 10.084 Personen waren in Düren und Jülich ohne Arbeit.

Die Quote ging gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent zurück - im Mai vergangenen Jahres lag sie noch bei 10,3 Prozent. Im Mai 2008 verfügte die Dürener Agentur für Arbeit über 1042 Stellenangebote - 39 mehr als im April. Die Hälfte der offenen Stellen kommt aus dem Fertigungsbereich (ohne Bau).

Leicht entspannt hat sich bei der Aachener Agentur die Jugendarbeitslosigkeit. In der Altersgruppe der 20 bis 25-jährigen ging sie um fast vier Prozent auf 2567 zurück. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Verbesserung um ein Fünftel. Um 6,4 Prozent ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 20-jährigen auf 645 Personen gesunken - fast ein Viertel weniger als im Mai des Jahres 2007.

Bei den über 50-jährigen sank die Arbeitslosigkeit um 1,6 Prozent auf 9601 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe damit um 14,5 Prozent gesunken.

Bei den Personen die ein Jahr oder länger arbeitslos waren verzeichnet die Statistik für Mai einen Rückgang um knapp zwei Prozent auf 17.696 gegenüber April. Im Vergleich zum Mai 2007 ist das eine Verbesserung um 17,5 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist weiter gesunken. Ende Mai waren nach Angaben der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit 767050 Frauen und Männer als erwerbslos gemeldet, das waren zwei Prozent weniger als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote habe sich im Vergleich zum April um 0,1 Punkte auf 8,6 Prozent verringert. Gegenüber Mai 2007 sei die Arbeitslosigkeit in NRW um 11,5 Prozent zurückgegangen. Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte den Angaben zufolge den niedrigsten Stand in einem Mai seit 1995. Ende Mai 2008 seien 69.140 Personen unter 25 Jahren ohne Job gemeldet gewesen.

Auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit folge dem positiven Trend. Mit 340.600 Personen habe die Langzeitarbeitslosigkeit um schätzungsweise 69.800 niedriger als vor einem Jahr gelegen.

Trotzdem sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosigkeit mit gut 44 Prozent „bedrückend hoch”, hieß es weiter.