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Aachen/Düren: Mehr Menschen finden einen Job

Aachen/Düren : Mehr Menschen finden einen Job

Dank der jahreszeitlich sehr milden Witterung und des stabilen Konjunkturverlaufs sind die Arbeitslosenzahlen in der Region Aachen im Februar gesunken. Weil der Personalbedarf in den Betrieben hoch ist, können die beiden Agenturen für Arbeit Aachen und Düren mehr offene Stellen bestellen.

Wie die Aachener Agentur berichtete, waren Ende des Monats in der Stadt Aachen sowie in den Kreisen Aachen und Heinsberg 38571 Arbeitslose registriert - 118 weniger als im Januar und 8153 weniger als im Februar 2007. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger alleine belief sich auf 28.573 Personen.

Mit insgesamt 6820 gemeldeten freien Stellen ergibt sich, zumal Arbeitgeber im Februar einen höheren Bedarf hatten, ein Zuwachs von 665 binnen eines Monats und von 495 binnen eines Jahres bei den Geschäftsstellen. Auffällig war, so die Agentur, insbesonder die Nachfrage nach Sozial- und Erziehungsberufen.

Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) lag mit jeweils 9,8 Prozent im Januar und Februar deutlich unter dem Vorjahreswert von 11,9 Prozent.

Agentur-Chefin Gabriele Hilger zur Lage: „Die jahreszeitlich bedingten Einflüsse, die in aller Regel im Winter zum Anstieg der Arbeitslosenzahlen führen, wurden im Februar von der guten Konjunktur überlagert.” Die Februar-Zahlen, so Hilger, deuteten darauf hin, dass „es in diesem Jahr insgesamt eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geben wird, wenngleich mit abgeschwächter Dynamik gegenüber dem Vorjahr”.

Die Agentur für Arbeit Düren meldete für Februar die seit sechs Jahren niedrigste Arbeitslosigkeit im Kreis Düren. Ende des Monats warern 11.035 Männer und Frauen ohne Beschäftigung gemeldet. Das waren 29 weniger als im Januar und 2326 weniger als vor einem Jahr, so Agentur-Geschäftsführer Rolf Sackers. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger lag dabei bei 7813.

Es waren 863 offene Stellen gemeldet, 160 mehr als im Januar und 377 weniger als 2007. Auf Jahressicht flacht sich der Personalbedarf im Kreis Düren ab.

Die Arbeitslosenquote betrug wie im Januar 8,3 Prozent und lag damit um 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Auch in Nordrhein-Westfalen insgesamt setzte sich positive Trend fort, berichtete die Regionaldirektion NRW, Düsseldorf, der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg. Insgesamt waren zwischen Herzogenrath und Höxter 803.067 Arbeitslose gemeldet. Das waren 4768 weniger als im Januar 2008 und 130855 weniger als im Februar 2007. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger betrug 585.636.

Auch auf Landesebene zog die Einstellungsbereitschaft an: Ende Februar waren 114.153 freie Stellen gemeldet. Das waren 7814 mehr als im Januar, aber 7571 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging binnen Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte und binnen eines Jahres um 1,6 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent zurück. Damit steht im Vergleich mit dem Landesdurchschnitt der Agentur-Bezirk Düren besser und der Agentur-Bezirk Aachen schlechter da.