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Monschau: Mehr als nur schöne Landschaft: Eifel braucht bessere Verkehrsanbindung

Monschau : Mehr als nur schöne Landschaft: Eifel braucht bessere Verkehrsanbindung

Die Eifel ist landschaftlich reizvoll, aber nicht immer leicht zu erreichen.

Für eine Verbesserung des Straßennetzes sprachen sich bei einer Podiumsdiskussion in Monschau im Vorfeld des am Sonntag stattfindenden Wirtschaftstages Vertreter der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer Aachen aus.

Vor 110 Gästen brachte Gesprächsleiter Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung, die Probleme mit den acht Experten auf den Punkt.

Eine bessere Verkehrsanbindung zur A 44, zur A1 in entgegengesetzter Richtung und schließlich nach Belgien forderten Vertreter aus Wirtschaft und Unternehmen bei der Diskussion.

Mit einer attraktiveren Infrastruktur könne die wachsende Wirtschaftsregion Eifel aufgewertet und Standort-Nachteile ausgeglichen werden.

Als wichtiges Standbein für die Zukunft wurde auch der Tourismus genannt. Hier spielt der künftige Nationalpark Eifel eine zentrale Rolle. Mit diesem Großprojekt werde ein besseres Verkehrsnetz automatisch folgen, zeigte sich Regierungspräsident Jürgen Roters überzeugt. Gemeinsam mit der belgischen Seite müsse man auch ernsthaft über eine Wiederbelebung der Vennbahnstrecke reden.

Damit der Tourismus in der Eifel an Gewicht gewinne, sei „ein großer Name und ein langfristiges Marketingkonzept erforderlich”, forderte Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen.

Diesen Gedanken führte Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen fort: Die Eifelkommunen müssten die Kooperation pflegen, um als starker Partner in einer Gesamtregion aufzutreten.

Drewes sah den Großraum Aachen im Aufbruch, und meinte voller Optimismus: „Wir können eine Weltklasse-Region werden.”

Die Verkehrsproblematik in der Eifel fokussiert sich auf die wichtigste Verbindungsachse, die B258, wo im Bereich Roetgen täglich 18.000 Fahrzeuge und 12.000 Pendler unterwegs sind.

Einhellig waren die Vertreter auf dem Podium der Meinung, dass Ortsumgehungen unumgänglich sind.