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Dortmund: Maschinenbau in NRW rechnet nach Rekordjahr mit Stagnation

Dortmund : Maschinenbau in NRW rechnet nach Rekordjahr mit Stagnation

Die Maschinen- und Anlagenbauer in Nordrhein- Westfalen rechnen nach einem Rekordjahr 2008 für das kommende Jahr mit einer Stagnation.

So sei der Auftragseingang seit vier Monaten hintereinander (Mai - August) rückläufig, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) NRW am Donnerstag in Dortmund mit. „Der Zenit des Aufschwungs war bereits vor der Finanzkrise überschritten”, hieß es anlässlich einer Mitgliederversammlung.

Um einen Umsatz auf dem Niveau von 2008 zu erreichen, müsse die Finanzkrise schnell überwunden werden. Auch brauche man in der laufenden Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie einen moderaten Abschluss, der die Unsicherheit der weiteren Entwicklung berücksichtige.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des VDMA NRW, Reinhold Festge, war 2008 für den Maschinen- und Anlagenbau in NRW erneut ein Rekordjahr. „Der Umsatz steigt 2008 voraussichtlich um 9,8 Prozent auf 46,8 Milliarden Euro”, sagte er.

Erstmals seit vielen Jahren werde sich dabei das Inlandsgeschäft positiver als der Export entwickeln. So sollen die Exporte 2008 um 7,5 Prozent auf 27 Milliarden Euro klettern, während der Inlandsabsatz nach den vorliegenden Zahlen um 13 Prozent auf fast 20 Milliarden Euro zulegt.

Die gute Branchenkonjunktur sorgte auch für neue Arbeitsplätze. Der VDMA geht davon aus, dass am Jahresende mit knapp 210 000 Menschen rund 12 000 mehr als ein Jahr zuvor in NRW beschäftigt sein werden. In Nordrhein-Westfalen gehören mehr als 1600 Firmen dem Verband an.

Die größten Branchenzweige sind Antriebstechnik, Bau- und Baustoffmaschinen, Fördertechnik und Armaturen. Die größten Abnehmerländer sind China, USA, Frankreich und Russland.