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Aachen/Düren: Leichter Anstieg bei der Arbeitslosigkeit in der Region

Aachen/Düren : Leichter Anstieg bei der Arbeitslosigkeit in der Region

Einheitlicher Trend in der Region: Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagenturen Aachen und Düren ist im August leicht gestiegen. Der erwartete geringe Anstieg um 93 Personen spiegele weiterhin die gute Lage auf dem hiesigen Arbeitsmarkt wider, sagt Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Agentur.

Die Arbeitslosigkeit liegt um rund 2200 Personen (minus 5,9 Prozent) unter der Zahl des Vorjahres. „Die Wirtschaft hat an Dynamik gewonnen, die Auftrags- und Ertragslage der Betriebe hat sich verbessert.” Eine erhöhte Einstellungsbereitschaft der Betriebe sei die Folge.

Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen ist geringfügig um 24 auf 4176 gestiegen. Während die Zahl im Versicherungsbereich um 69 auf 1529 gesunken ist, stieg sie im Bereich Grundsicherung um 93 auf 2647 an. „Die Zunahme bei den Jüngeren in der Grundsicherung ist ein Indiz für Übergangsarbeitslosigkeit zwischen Schulabgang und Beginn einer Ausbildung oder einer alternativen Maßnahme von Jüngeren, die Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft sind”, so Hilger. „Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen wird sich nach Ende der Ferien weiter reduzieren.”

Aktuell waren 35186 Menschen im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Aachen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg von 8,7 auf 8,8 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Quote um 0,6 Prozentpunkte gefallen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch. In der Region Aachen wurden 1809 neue Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gemeldet.

Dies waren 399 Stellen oder 28,3 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Seit Jahresbeginn wurden 12076 Stellen gemeldet. Die Anzeigen für Kurzarbeit sind weiter rückläufig. Bis 30. August wurden in der Agentur Aachen 17 Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, mit 112 Personen. Bei den 15- bis 24-jährigen gab es mit 24 Personen entsprechend 0,6 Prozent einen leichten Anstieg. 4176 junge Frauen und Männer dieser Altersgruppe waren Ende August arbeitslos.

In Düren ist die Zahl der Arbeitslosen gleichfalls geringfügig gestiegen. Insgesamt waren im August 79 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat. Der Zuwachs ist überwiegend auf die Ausbildungsabsolventen zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent (Vorjahr 8,5 Prozent). Insgesamt wurden 10.973 Arbeitslose gezählt.

„Die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz sind weiterhin günstig”, bekräftigt der Leiter der Agentur für Arbeit Düren, Harald Küst, seine Erwartung, dass ein Großteil der Jugendlichen zeitnah wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden kann. Die Kräftenachfrage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Seit Beginn des Jahres haben die Dürener Unternehmen 4839 Arbeitsstellen beim Arbeitgeber-Service gemeldet. Mit 588 Vermittlungsaufträgen mehr als im Vorjahr (rund 14 Prozent) sei dies ein positiver Indikator für den Aufschwung am Arbeitsmarkt.

Die Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen ist nahezu konstant geblieben. Im August waren 787.570 Menschen arbeitslos, 221 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb mit 8,7 Prozent unverändert.