1. Wirtschaft

Aachen: Lebensmittelkette Delhaize denkt an Düren und Köln

Aachen : Lebensmittelkette Delhaize denkt an Düren und Köln

Der belgische Lebensmittelkonzern Delhaize ist mit seiner Entscheidung, über die Grenze nach Aachen und damit nach Nordrhein-Westfalen zu expandieren, zufrieden.

Auf die Frage, welche Schritte Delhaize in Deutschland weiter plane, sagte der für die Erweiterung verantwortliche Manager Norbert de Pourcq bei der Eröffnung des zweiten Marktes in Aachen: „Wir haben in Aachen insgesamt vier Adressen, aber ich denke nicht, dass wir hier in nächster Zeit einen dritten Markt eröffnen. Aber man muss sicher über eine Stadt wie Düren mit rund 100.000 Einwohnern nachdenken.”

Und auch Köln oder Düsseldorf seien als künftige Standorte in der Überlegung. „Aber Entscheidungen dazu gibt es bisher nicht.”

Erst Mitte März war im Aachener Kapuziner-Karree, der ehemaligen Hauptpost, die erste Filiale auf deutschem Boden eröffnet worden. Jetzt öffnete Delhaize am Pontdriesch, nahe des RWTH-Kernbereichs, eine zweite Niederlassung. Dabei zog de Pourcq Bilanz.

Die ersten Monate seien „etwas enttäuschend” gewesen. Aber spätetstens seit Mitte September stimmten die Zahlen. 9000 bis 9500 Kunden kämen wöchentlich in den „Feinkostmarkt Kapuziner Karree” und kauften für durchschnittlich zehn bis elf Euro Waren.

„Wir mussten in der ersten Zeit das deutsche Einkaufverhalten lernen”, sagte de Pourcq. Im Gegensatz zu belgischen Kundinnen und Kunden würden die Menschen in Aachen Delhaize vor allem als Lebensmittelgeschäft nutzen.

„In Belgien werden beim Einkauf gleich Waschmittel oder Deodorant mit gekauft. Hier in Deutschland gehen die Trockenwaren nicht so gut.” Außerdem habe man den Anteil nationaler Markenartikel etwas erhöht, weil die Nachfrage größer sei als erwartet.