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Lambertz registriert mehr Naschlust

Lambertz registriert mehr Naschlust

Aachen/Düsseldorf (an-o/gep) - Preiserhöhungen für Süßigkeiten sind auf der Endverbraucherebene kaum durchzusetzen, beklagt der Aachener Gebäckkonzern Lambertz.

Von der derzeit laufenden Preiserhöhung - Lambertz hatte sich 2002 wegen höherer Beschaffungskosten für Rohkakao die Zielmarke von fünf Prozent gesetzt - würden die Konsumenten kaum etwas spüren. Dies sagte Konzernchef Hermann Bühlbecker gestern bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf. Auch auf den höheren Transportkosten infolge der Lkw-Maut bleibe Lambertz sitzen, befürchtet Produktionschef Hannes Wieczorek.

Die meist kleineren Spediteure, die pro Jahr rund 600.000 Paletten mit Lambertz-Produkten transportieren, könnten diese Last wegen ihrer dünnen Kapitaldecke nicht schultern.

Schleppend ist für Lambertz das Geschäftsjahr 2003/04 (30.6) angelaufen. Wegen der Hitzewelle sei der Umsatz zunächst im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen. Doch nach der "großen Beule" (Vertriebschef Ralf Fritzsche) im August komme das Geschäft jetzt "ungewöhnlich gut" in Schwung. Bühlbecker geht zurzeit davon aus, dass die Gruppe im laufenden Geschäftsjahr erneut mehr umsetzen wird. Auch im Hinblick auf den (traditionell nicht bezifferten Ertrag) sei er "froh, dass wir wachsen".

2002/03 steig der Umsatz um 9,8 Prozent auf 415,8 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich zu Zuwächse an den NRW-Standorten Aachen, Erkelenz und Ladbergen um 110 auf 3515 Mitarbeiter.

Wachstum realisiert Lambertz im zügig ausgebauten Sortiment für Ganzjahresgebäck, auf das Saisongeschäft (Printen, Domonosteine, Nürnberger Lebkuchen) entfallen nur noch 38,3 Prozent der Verkaufserlöse.