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Berlin/Aachen: Lambertz: Printen-Preise könnten 2009 steigen

Berlin/Aachen : Lambertz: Printen-Preise könnten 2009 steigen

Einer von Deutschlands größten Süßwarenherstellern, die Firma Lambertz mit Sitz in Aachen, wird die Preise für Printen, Dominosteine und andere Produkte im nächsten Jahr möglicherweise erneut anheben.

Das sagte Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel” (Montagausgabe).

„Schokolade und Kokos sind teurer geworden, Honig auch, weil der chinesische Markt quasi zusammengebrochen ist”, sagte der 58-Jährige. Wenn das so bleibe, werde es 2009 noch einmal eine Preiserhöhung geben müssen. Für die nächsten drei oder vier Monate sehe er diesen Schritt aber noch nicht. Lambertz hatte die Preise bereits zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts zweistellig angehoben.

Die Folgen der Finanzkrise spürt der Printen-Produzent nach eigenen Angaben vor allem in Russland und den USA, der geplante Bau neuer Werke soll deshalb zurückgestellt werden. „Die Produktion für Russland drosseln wir schon jetzt. Der Plan, dort ein Werk zu errichten, hat sich im Moment überholt”, sagte Bühlbecker.

Auch in den USA werde das Unternehmen - anders als noch vor vier, fünf Monaten geplant - vorerst keine neue Fabrik bauen. Auswirkungen der Krise auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft befürchtet der Lambertz-Chef noch nicht. „In Deutschland spüren wir noch keine Auswirkungen der Krise.”

Der wirtschaftliche Schaden sei bei vielen Leuten noch gar nicht angekommen. „Die Beschäftigungsquote ist hoch, den Leuten geht es noch gut.” Für das nächste Geschäftsjahr rechnet Bühlbecker mit einer Umsatzsteigerung um bis zu acht Prozent - allein durch die Preiserhöhungen dieses Jahres. Im Geschäftsjahr 2007/2008 machte das Unternehmen gut 500 Millionen Euro Umsatz.