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Kugelschreiber bleibt der Klassiker

Kugelschreiber bleibt der Klassiker

Düsseldorf (an-o) - Hunderttausende Kugelschreiber und Kalender landen alle Jahre wieder zu Weihnachten auf den Schreibtischen vieler Geschäftskunden. Der Kuli ist zwar immer noch die Nummer eins, doch viele Unternehmen zerbrechen sich den Kopf über ein originelleres Geschenk.

Wie der Vorsitzende des Gesamtverbands der Werbemittelwirtschaft , Hans-Joachim Evers, erläutert, sollen die Präsente vor allem nützlich und persönlich sein. 2003 ist nach Ansicht von Branchenkennern mehr denn je Fantasie gefragt.

"Der Trend der letzten Jahre, den Weihnachtsmann mit Computerspielen und Bildschirmschonern online kommen zu lassen, hat nachgelassen", sagte Gerhard Nowak, Unternehmenssprecher von Reed Exhibitions, die die größte internationale Werbeartikelmesse in Düsseldorf veranstalten. Auch einen Trendartikel, wie es vor zwei Jahren der Euro-Rechner war, gebe es nicht.

Verstärkt werde jedoch auf Wellness gesetzt. Viele Unternehmen würden nach Bademänteln, Badetüchern und Badeschlappen mit den Firmen-Logo bestickt fragen. "Das sind Werbeartikel, die der Geschäftskunde auch privat nutzen kann", sagte Nowak. Das komme besser an als der tausendste Kugelschreiber.

Werbeartikel-Schwemme

Drei Milliarden Euro pro Jahr geben deutsche Unternehmen für Werbeartikel aus. Ein Viertel davon entfällt auf das letzte Quartal. "Weihnachten ist nicht mehr unser Hauptgeschäft", sagte Evers. Immer mehr Unternehmen würden zur Weihnachtszeit nichts verschicken, dafür aber das ganze Jahr über. Denn im Dezember würden die Kunden mit Werbeartikeln überschwemmt.

Dieses Jahr hätten einige Unternehmen ihren Werbeetat zurückgefahren. "Vor allem in den ersten Monaten gab es eine starke Kaufzurückhaltung." Grund sei Pläne der Bundesregierung gewesen, die steuerliche Absetzbarkeit von Werbeartikeln zu streichen. Das sei jedoch seit Mai vom Tisch.