Kronenbrot: Werk in Witten wird von Harry-Brot übernommen

Insolvente Großbäckerei : Das Wittener Werk von Kronenbrot geht an Harry

Das Wittener Werk der insolventen Großbäckerei Kronenbrot mit Sitz in Würselen darf vom Konkurrenten Harry-Brot übernommen werden. Das hat das Bundeskartellamt am Dienstag entschieden.

Harry-Brot sei zwar mit Marktanteilen von über 30 Prozent neben der Großbäckerei Lieken einer der beiden Marktführer bei abgepacktem Brot, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt laut Mitteilung. Trotzdem sei die Übernahme aus wettbewerblicher Sicht unproblematisch, da die Kunden der Großbäckereien die nachfragestarken Einzelhandelsketten seien. Diese hätten auch nach der Fusion hinreichende Ausweichalternativen.

Kronenbrot mit Produktionsstandorten in Witten, Würselen und Köln hatte zum 31. Juli den Betrieb eingestellt. Die Übernahme des Wittener Werks, wo Toast- und Sandwichbrot gebacken wird, hilft aber nur einem kleinen Teil der Kronenbrot-Beschäftigten. In Witten will Harry-Brot nach Angaben einer Sprecherin 46 der ehemals rund 80 Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Insgesamt hat Kronenbrot nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters knapp 1000 Mitarbeiter.

(dpa)