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Wiesbaden: Kosten für Handy-Gespräche 2003 gestiegen

Wiesbaden : Kosten für Handy-Gespräche 2003 gestiegen

Telefonieren ist in Deutschland 2003 teurer geworden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, lagen die Preise für die verschiedenen Dienstleistungen im Schnitt um 1,2 Prozent höher als 2002.

Insbesondere stiegen die Gebühren für Handy-Gespräche und Anschlüsse. Telefonieren per Handy wurde 1,1 Prozent teurer. Günstiger wurden vor allem Ortsgespräche.

Ebenfalls preiswerter waren Auslandsgespräche. Die Internet-Nutzung verbilligte sich im Schnitt um 1,3 Prozent.

Die Anschluss- und Grundgebühren kletterten insgesamt um 5,8 Prozent. Dabei schlug vor allem die Erhöhung des Grundbetrags für analoge Anschlüsse durch die Deutsche Telekom von 13,72 Euro auf 15,66 Euro durch.

Die Kosten für Ortsgespräche sanken um 2,9 Prozent. Dies führen Branchenkenner auf die Zulassung von Call-by-Call und Preselection im Ortsnetz zurück. Seit Frühjahr können Telekom- Kunden wahlweise oder dauerhaft auch über andere Anbieter Ortsgespräche führen.

Wenig Wechsler

Mehr als 80 Prozent aller Telefonate im Ortsnetz gingen weiter über die Telekom.

„Die Wechselbereitschaft ist immer noch gering”, so Eva-Maria Ritter, Sprecherin des Branchenverbands VATM, in dem die Telekom-Konkurrenten zusammengeschlossen sind. Beim schnellen Internet-Anschluss DSL liegt ihr Marktanteil sogar bei mehr als 90 Prozent.

Seit der Liberalisierung sind die Telefonkosten nach VATM-Angaben insgesamt um 80 bis 90 Prozent gesunken. Allerdings wird seither auch mehr telefoniert und gesurft.

Mit weiteren kräftigen Preisveränderungen rechnen Telekommunikations-Experten in nächster Zeit nicht mehr.