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Köln: Klassische Damenbluse brach zweistellig ein

Köln : Klassische Damenbluse brach zweistellig ein

Rezession, gedrückte Kundenstimmung und Rabattschlachten mit Reduzierungen von bis zu 50 Prozent haben den Umsatz im Textileinzelhandel schrumpfen lassen. Nach ersten Schätzungen setzte die Branche 2003 rund 49 Milliarden Euro um, etwa fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

„Die Rabattschlachten des Handels sind zunächst Ausdruck massiver Absatzprobleme” erklärte der Bundesverband der Deutschen Textilindustrie, Köln, am Montag. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche sank in den vergangenen beiden Jahren von 335.000 auf 314.000.

Bei der Damenbekleidung war der Rückgang mit sechs Prozent stärker als bei Herrenmode (vier Prozent). Während die aktuelle Mode noch vergleichsweise gut lief, brach bei der Damenbekleidung die klassische Bluse im zweistelligen Prozentbereich ein, ähnlich sah es bei klassischer Herrenkonfektion aus.

In der Wintersaison 2004/2005 ist ein Stilmix aus den markantesten Trends der vergangenen 50 Jahre angesagt. Das zeigt ein erster Ausblick vor dem Start der weltgrößten Modemesse CPD woman-man (1. bis 3. Februar), Düsseldorf.

Messerscharf geschnittene Overalls erinnern an die Schirm-Charme-und-Melone-Heldin Emma Peel, elegante Boucle-Kostüme an die klassische Hollywood-Schönheit Grace Kelly. Zum Dauerbrenner Leder gehören schwarze Netzstrümpfe in Stulpenstiefeln mit Leopardenflecken.

Der von Pop-Ikone Madonna per Video zum Trend erhobene Western-Look soll in der Jeansmode mit Fransen- und Lederdetails weiter zur Spitze getrieben werden. An der Seite des städtischen Country-Girls stellen sich die Designer starke Typen im Stile eines Marlon Brando oder James Dean vor. Trendfarben: Schwarz-blau und das klassische Indigo.