Mülheim/Ruhr: Kaisers Tengelmann-Filialen werden immer seltener

Mülheim/Ruhr : Kaisers Tengelmann-Filialen werden immer seltener

Knapp drei Monate nach der Übernahme von rund 400 Kaisers Tengelmann-Filialen durch die Rivalen Edeka und Rewe verschwindet das Logo der traditionsreichen Supermarktkette immer mehr aus dem Straßenbild.

Ein Rewe-Sprecher sagte am Dienstag bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, alle 64 vom Kölner Handelsriesen übernommenen Kaisers Tengelmann-Filialen würden bis 31. März - also bis Freitag kommender Woche - auf die Marke Rewe umgestellt. Dies gelte für 60 Geschäfte in Berlin ebenso wie für je zwei übernommene Läden in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Auch Edeka, das den größten Teil der Kaisers Tengelmann-Filialen erhielt, macht inzwischen deutlich sichtbare Fortschritte bei der Umstellung der übernommenen Geschäfte. Bereits am Dienstag sei der Umbau von 51 Kaisers Tengelmann-Märkten in Nordrhein-Westfalen und Bayern in Filialen der Edeka-Discount-Tochter Netto abgeschlossen worden, teilte der Billiganbieter mit. Bis Ende Mai würden außerdem alle vom größten deutschen Lebensmittelhändler übernommenen ehemaligen Kaisers Märkte in Berlin auf den Namen Edeka umgestellt.

Etwas länger erhalten wird der Name Tengelmann in München und Umgebung. In den rund 170 bayerischen Tengelmann-Filialen werde „die Überarbeitung der Ladengestaltung voraussichtlich im letzten Drittel des Jahres erfolgen”, teilte Edeka Südbayern mit. Noch mehr Zeit lassen will sich Edeka in Nordrhein-Westfalen. Dort sollen die letzten Kaisers Filialen erst Mitte nächsten Jahres verschwinden.

Für die rund 15.000 Beschäftigten von Kaisers Tengelmann bedeutet die Umstellung relativ wenig Veränderung. Die Ministererlaubnis, die die Übernahme von Kaisers Tengelmann nach langem Streit ermöglichte, enthält für sie langjährige Beschäftigungsgarantien.

(dpa)
Mehr von Aachener Zeitung