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Junge Menschen für Technik begeistern

Junge Menschen für Technik begeistern

Kreis Heinsberg. Junge Menschen für technische Berufe und Studiengänge begeistern und der Öffentlichkeit vermitteln, dass aus dem Land von Kohle und Stahl ein Standort für Spitzentechnologie geworden ist: Diese Ziele verfolgt die Landesinitiative „Zukunft durch Technik.NRW”.

Am Freitag sondierte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau (SPD) mit rund 60 Journalisten, in erster Linie von Schülerzeitungen, im Schlepptau diesen Strukturwandel im Kreis Heinsberg.

„In dieser Region tut sich eins zum anderen”, lobte der Minister. Stationen waren in Wegberg-Wildenrath die Bionik-Ausstellung im Zentrum des Naturparks Schwalm-Nette und das Siemens-Bahnprüfcenter sowie in Geilenkirchen der Branchensoftware-Hersteller CSB-System AG.

Vor den Schülern unterstrich Schartau die Bedeutung von lebenslangem Lernen, von Weiterbildung auch nach Schule und Studium: „Qualifikation wird ein Teil von Arbeit. Dies ist ein Stück zukünftiger Normalität.” Die Notwendigkeit, in vielen Berufsfeldern auch andere Sprachen und Kulturen kennen lernen zu müssen, sollte als spannend, nicht als Bedrohung empfunden werden.

Die Besucher zeigten sich insbesondere vom Bahnkompetenzzentrum Wildenrath begeistert. Der Minister und einige der Nachwuchsjournalisten durften selbst einen ICE3 über den Siemens-Testring steuern. Prof. Torsten Dellmann vom Institut für Schienenfahrzeuge und Fördertechnik der RWTH Aachen deutete an, dass vielleicht ein weiterer Baustein für den Standort gewonnen werden könnte: „Wir kämpfen darum, einen Rollprüfstand, der in München nicht mehr betrieben werden kann, nach NRW zu holen.” Dabei werde natürlich auch an Wildenrath gedacht.