Aachen/Düren: Jobs bleiben Mangelware

Aachen/Düren : Jobs bleiben Mangelware

Die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich im Dezember saisonbedingt weiter verschärft.

Jobs sind in diesem Winter absolute Mangelware. Die Agentur für Arbeit Aachen (früher Arbeitsamt Aachen) registrierte in ihrem Zuständigkeitsbereich -Stadt Aachen, Kreis Aachen, Kreis Düren - die geringste Personalnachfrage seit Bestehen.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit (ehemals Arbeitsamt) Düren sind im Kreis Düren offene Stellen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor „absolute Mangelware”. Stellenangebote gebe es fast nur für landwirtschaftliche Saisonkräfte im Frühjahr. Nach Einschätzung beider Agenturen wird die Arbeitslosigkeit in der Region noch weiter zunehmen. Im Aachener Bezirk stieg sie im Dezember auf Jahrbasis um 1926 auf 39489.

Die Zahl der im Berichtsmonat gemeldeten Stellenangebote halbierte sich nahezu auf 889. Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) stieg um 0,4 auf 10,3 Prozent. Zum Vergleich:In NRW insgesamt lag die Quote bei 9,9 (9,6) Prozent. Der Trend zur Selbstständigkeit im Raum Aachen hielt an: 176 Erwerbslose gründeten einen Betrieb, darunter mehr als 100 eine IG-AG. Unter dem Strich machten sich 2003 mehr als 2200 Männer und Frauen ohne Job selbstständig.

Im Kreis Düren blieb die Arbeitslosenquote mit plus 0,6 auf 9,4 Prozent unter dem NRW-Mittelwert. Zum Ende des Berichtsmonats waren insgesamt 12071 erwerbslos, das waren 824 mehr als im Vergleichsmonat. Die Zahl der Stellenangebote sank von 229 auf 519 Offerten. Selbstständig machten sich im Gesamtjahr 655 Männer und Frauen, 296 mehr als vor Jahresfrist. Agentur-Direktor Dirk Hohenböken erwartet kurzfristig „keine Beschäftigungsimpluse” Nach den Erfahrungen früherer Jahre werde die Arbeitslosigkeit weiter steigen.

Hoffnungsschimmer

Der Chef der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (früher Landesarbeitsamt), Karsten Knoppe, ist nicht ganz so pessimistisch. Da die Zuwachsraten bei den Erwerbslosenzahlen zum Vormonat deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre geblieben seien, sprach er von einem „Hoffnungsschimmer”. Unter dem Strich sei 2003 aber erneut in NRW ein schlechtes Beschäftigungsjahr gewesen.