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Düren: Investor aus USA kauft Dürener Isola

Düren : Investor aus USA kauft Dürener Isola

Das Rätselraten über die Zukunft der Dürener Isola AG ist beendet.

Ein amerikanisches Konsortium aus der Texas Pacific Group und Redfern Partners wird den über die Essener Rütgers AG zum RAG-Konzern gehörenden Hersteller von Basismaterial für Leiterplatten erwerben.

Die Isola AG produziert mit ihrem Stammsitz in Düren an weltweit zehn Standorten mit rund 2400 Mitarbeitern und gilt im Bereich der Elektrolminate als Marktführer. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 380 millionen Euro.

Auf einer Betriebsversammlung erfuhren die Mitarbeiter am Donnerstag in Düren von dem Verkauf.

Nach Aussagen eines Teilnehmers herrschte allgemein Erleichterung und Optimismus vor, zumal damit ein einjähriger Schwebezustand beendet wurde, der sich auch nachteilig auf die laufenden Kundenkontakte ausgewirkt hatte.

Die Zuversicht stützt sich auch auf die ausdrückliche Aussage der Amerikaner, „den Produktionsstandort Düren als Eckpfeiler der europäischen Strategie der Isola” fortzuführen.

Das wurde allgemein als Garantie für die bestehenden 594 arbeitsplätze gewertet.

Die Texas Pacific Group mit Sitz in Fort Worth, Texas, gilt als einer der führenden Finanzinvestoren mit einem Beteiligungskapital von über 13 Milliarden US-Dollar.

Redfern Partners mit Sitz in Lake Forest, California, ist ein strategischer Investor, der sich schwerpunktmäßig in der Leiterplatten-Industrie engagiert hat.

Über den Kaufpreis schwiegen sich die Amerikaner aus. John Marren, Senior Partner der Texas Pacific Group, erklärte bei der Vertragsunterzeichnung: „Die Texas Pacific Group plant, erheblich in das zukünftige Wachstum des Geschäfts in Europa, Asien und den USA zu investieren, um so die führende Marktposition zu fördern.”

In den letzten Jahren wurde Isola als Zulieferer hart durch die weltweite Krise in der Informationstechnologie-Branche getroffen.

Die Nachfrage sank zeitweise um 50 Prozent. Mit Werksschließungen und Entlassungen reagierte das Management, konnte aber nicht verhindern, dass nach unbestätigten Angaben der Berliner Zeitung 2002 Verluste in „dreistelliger Millionenhöhe” eingefahren wurden.