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Hagen/Aachen: Insolvenzverfahren über Vermögen von SinnLeffers eröffnet

Hagen/Aachen : Insolvenzverfahren über Vermögen von SinnLeffers eröffnet

Das Amtsgericht Hagen hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Bekleidungskette SinnLeffers eröffnet. Gleichzeitig erhielt das Unternehmen die Möglichkeit, sich in Eigenverwaltung zu sanieren, wie ein Sprecher am Montag in Hagen mitteilte.

Dadurch erhalte das Management wieder eigene Entscheidungskompetenzen zurück.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg sei vom Gericht zum Sachverwalter der Gläubiger bestellt worden. Er werde in alle wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen der Geschäftsführung eingebunden. Seine Aufgabe sei es, zu prüfen, ob die Geschäftsführung die Interessen der Gläubiger hinreichend wahrt.

SinnLeffers hatte im August Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Ursache verwies das Unternehmen auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und zu hohe Mieten. Als Folge der Insolvenz sollen 24 der derzeit 47 Niederlassungen geschlossen werden. 23 Filialen könnten weiterbetrieben werden, weil dort ein profitabler Geschäftsbetrieb absehbar sei, war Anfang Oktober mitgeteilt worden.

Zugleich sollten rund 1000 der derzeit 2360 Arbeitsplätze abgebaut bleiben, hieß es. Durch die Umsetzung des Sanierungskonzepts erwartet SinnLeffers mit den verbliebenen Häusern einen Umsatz von rund 310 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008/09.

Die betroffenen Filialen werden bis Ende Februar geschlossen und sollen bis dahin auch die aktuelle Herbst- und Wintermode verkaufen. Für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter sollen in Absprache mit dem Gesamtbetriebsrat ein Interessenausgleich und ein Sozialplan gefunden werden.