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Düsseldorf: Im Handwerk gehen 1,5 Millionen Jobs verloren

Düsseldorf : Im Handwerk gehen 1,5 Millionen Jobs verloren

Im deutschen Handwerk brechen 2004 voraussichtlich insgesamt 150.000 Arbeitsplätze weg.

„Der Arbeitsplatzabbau im Handwerk geht weiter”, sagte der Generalsekretär im Zentralverband des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer, am Donnerstag in Düsseldorf.

Damit habe das Handwerk innerhalb von fünf Jahren 1,5 Millionen Arbeitsplätze verloren.

Ende 2004 könnte die Gesamtzahl der Beschäftigten unter die Fünf-Millionen-Marke sinken. Der Mittelstand sei stärker als die Gesamtwirtschaft von der Binnenkonjunktur abhängig. Dies zeige auch der neue Mittelstands-Index.

Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand habe sich demnach im vergangenen Halbjahr geringfügig verbessert, bleibe jedoch hinter der Gesamtwirtschaft zurück.

Bei einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2,0 Prozent für 2005 sei kein großer Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten.

„Es wird nicht ausreichen, um damit nachhaltige Beschäftigungseffekte in Deutschland zu erzielen”, so Schleyer.

Nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung/Ifo, München, geht der Stellenabbau quer durch alle Branchen weiter.

Daran ändere auch der leichte Konjunkturaufschwung nichts, berichtet das Ifo in seinem Konjunkturtest Oktober.