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Härtere Umweltauflagen: IHK warnt vor Druck auf NRW-Unternehmen

Härtere Umweltauflagen : IHK warnt vor Druck auf NRW-Unternehmen

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Nordrhein-Westfalen warnen vor zusätzlichen Belastungen der Wirtschaft durch schärfere Umwelt- und Artenschutzregelungen.

Im Vergleich zu anderen Standorten in Deutschland und der EU sähen sich Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bereits jetzt in zunehmendem Maße belastet, hieß es in einer Stellungnahme der IHK an den Düsseldorfer Landtag. Erhöhte Anforderungen könnten Betriebsstandorte gefährden.

Im Umweltausschuss des Landtags erörterten am Mittwoch Sachverständige einen Antrag von SPD und Grünen. Sie fordern die schwarz-gelbe Landesregierung auf, sich stärker für den Erhalt des Artenreichtums einzusetzen. Als Vorbild sollten unter anderem Forderungen aus einem erfolgreichen bayrischen Volksbegehren für mehr Artenschutz dienen. Bestehende Regelungen dürften nicht aufgeweicht werden. CDU und FDP hatten zuvor angekündigt, das Landesnaturschutzgesetz novellieren zu wollen.

Die Oppositionsfraktionen monierten Rückschritte im Naturschutz, etwa durch den von der Landesregierung verabschiedeten Landesentwicklungsplan. Darin sei das Ziel gestrichen worden, den täglichen Flächenverbrauchs auf fünf Hektar – etwa sieben Fußballfelder – zu reduzieren. Umweltverbände lobten den Antrag der Oppositionsparteien. „Wird die anhaltende Zerstörung und Zerschneidung weiterer Freiflächen nicht gestoppt, wird der Artenschwund noch weiter vorangetrieben“, argumentierten sie.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband und der Rheinische Landwirtschafts-Verband plädierten für ein Beteiligungsverfahren, das die Interessen verschiedener Akteure auslote. Bei den mit der Volksinitiative in Bayern umgesetzten Änderungen seien viele Landwirte auf der Strecke geblieben.

(dpa)