Neue Vollversammlung : Kohl-Vogel bleibt IHK-Präsidentin

Gisela Kohl-Vogel bleibt an der Spitze der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Die 53-jährige Unternehmerin ist seit November 2019 Präsidentin der IHK und wurde von den Delegierten der neuen Vollversammlung am Dienstag einstimmig bestätigt.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern der neuen Vollversammlung in den kommenden fünf Jahren Akzente für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Region zu setzen“, sagt Gisela Kohl-Vogel, die am Dienstag einstimmig als Präsidentin der IHK-Aachen wiedergewählt wurde. „Wir werden den Strukturwandel im Rheinischen Revier vorantreiben und zentrale Herausforderungen anpacken.“ Vorrangig seien die Schaffung neuer und der Erhalt bestehender Arbeitsplätze, die Energiewende und die nachhaltige Transformation der Wirtschaft und Innenstädte. Kohl-Vogel nannte zudem die Bekämpfung des Fachkräftemangels und den Abbau bürokratischer Hemmnisse als Ziele der kommenden fünf Jahre.

 69 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg bilden die neue IHK-Vollversammlung. 29 von ihnen sind zum ersten Mal in das Wirtschaftsparlament gewählt worden.

 Der IHK-Präsidentin zur Seite stehen vier Stellvertreter, die ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden: Andreas Bauer aus Aachen, Dirk Harten (Stolberg), Stephan A. Kufferath aus Düren und Stefanie Peters (Übach-Palenberg). Wolfgang Mainz aus Roetgen und Kerstin Steffens aus Würselen sind auf eigenen Wunsch aus dem Präsidium ausgeschieden. Die Vollversammlung wurde mit der Wahl Ende 2021 auch deutlich weiblicher: Der Frauenanteil steigt um 21 Prozentpunkte auf 34 Prozent. „Diese Entwicklung ist sinnvoll, weil in unserer Region jeder dritte Geschäftsführungsposten von einer Frau bekleidet wird“, sagte Kohl-Vogel.

 Beim Thema allgemeine Impflicht zeichnete sich kein einheitliches Stimmungsbild ab. Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen: „Eine klare Präferenz der regionalen Wirtschaft für oder gegen eine Pflicht gibt es derzeit nicht.“ Rund die Hälfte der Vollversammlungsmitglieder befürwortet eine Impfpflicht, nahezu genauso viele sprechen sich für eine Impfempfehlung aus. Einig war man sich aber in einem Punkt: Die Wirtschaft dürfe durch die Folgen der Pandemie nicht weiter eingeschränkt werden.

 Eine Gesamtübersicht der gewählten Delegierten ist auf www.aachen.ihk.de/vollversammlung zu finden.