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Metall- und Elektroindustrie: IG Metall will in Tarifrunde Konsum und Qualifizierung stärken

Metall- und Elektroindustrie : IG Metall will in Tarifrunde Konsum und Qualifizierung stärken

Bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie muss nach Ansicht der IG Metall in Nordrhein-Westfalen die Bedeutung des privaten Konsums für die Konjunktur gestützt werden.

Die Konsumausgaben der Privathaushalte verhinderten einen Absturz der gesamten Wirtschaft, teilte die NRW-Bezirksleitung am Donnerstag nach einer Sitzung der Tarifkommission mit.

Die IG Metall handelt die Gehälter und Arbeitsbedingungen für rund 4 Millionen Beschäftigte in der deutschen Metall- und Elektroindustrie mit den Kernbranchen Auto und Maschinenbau aus. Erste regionale Verhandlungen mit den jeweiligen Arbeitgeberverbänden sollen Mitte März stattfinden. Der Tarifvertrag läuft mit dem 31. März aus, die Friedenspflicht endet am 28. April. Ab dem Folgetag sind dann erste Warnstreiks möglich.

Die Metall- und Elektroindustrie stehe aufgrund von Energiewende, Digitalisierung, Mobilitätswende vor gewaltigen strukturellen Herausforderungen, heißt es in der Mitteilung der IG Metall weiter. Diese müssten so angegangen werden, dass Arbeitsplätze und Standorte gesichert bleiben und Qualifizierungsmöglichkeiten der Beschäftigten verbessert werden. „Wir werden dazu konstruktive Vorschläge machen“, kündigte Bezirksleiter Knut Giesler.

Arbeitgeber und Gewerkschaft schätzten die wirtschaftliche Lage im bedeutendsten Industriezweig des Landes offensichtlich gleichermaßen als komplex und schwierig ein, betonte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie NRW, Luitwin Mallmann. Die Lage der Branche sei von einer zunehmenden Unsicherheit in den Unternehmen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung geprägt. Der neue Tarifvertrag müsse „dem Mittelstand auf den Leib geschrieben sein“.

(dpa)