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Essen: IG Metall attackiert Verhalten der Banken bei Kreditvergabe

Essen : IG Metall attackiert Verhalten der Banken bei Kreditvergabe

Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hat schwere Vorwürfe gegen die Banken erhoben.

Diese würden bei der Kreditvergabe an Unternehmen verlangen, dass die Firmen zuerst Personal abbauen, sagte der dortige IG-Metall-Chef Oliver Burkhard der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (Freitagausgabe).

„Sie verlangen von Unternehmen, die Geld wollen, dass sie erst einmal ihren Betrieb leer räumen. Da müssen pauschal zehn Prozent der Belegschaft weg, bevor man über einen neuen Kredit redet”, sagte er.

Dies komme mit Fortdauer der Krise immer häufiger vor. „Es gibt Checklisten mit der Frage, ob schon Leute rausgeworfen wurden. Wenn nicht, wird das Risiko höher eingestuft”, erklärte Burkhard weiter. Beispielsweise gebe es in Siegen einen Mittelständler, der noch schwarze Zahlen schreibt, aber rund 100 Arbeitsplätze abbauen soll.

In Essen müsse ein Metall-Unternehmen seine Belegschaft von 85 Mitarbeitern halbieren, um die von den Banken für einen neuen Kredit geforderte Kostensenkung zu erreichen. Ähnliche Fälle gebe es in Gelsenkirchen und Velbert.

Der Bankenverband weist laut dem Bericht die Kritik zurück. Die Kosten genau zu überprüfen, sei bei der Kreditvergabe ein ganz normaler Vorgang und in dieser Krise besonders geboten. Wie ein Sparziel erreicht werde, bleibe Sache der Unternehmer.