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Aachen/Düren/Düsseldorf: Herbstsonne wärmt den Arbeitsmarkt der Region

Aachen/Düren/Düsseldorf : Herbstsonne wärmt den Arbeitsmarkt der Region

Die anhaltende Kurzarbeit und das Ende der Sommerferien haben auch in der Region zu einer leichten Besserung auf dem Arbeitsmarkt geführt. Im Bereich der Aachener Agentur für Arbeit ist die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen für September damit im fünften Monat in Folge gesunken: Sie ging um 1462 Personen auf 35.913 zurück.

Die Quote fiel um 0,4 Prozentpunkte auf neun Prozent.

Im Bereich der Dürener Agentur für Arbeit ging die Zahl der Arbeitslosen um 427 oder 3,8 Prozent zurück. 10.749 Personen waren im September arbeitslos gemeldet. Die Quote fiel von 8,5 auf 8,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 936 Personen.

Auch im Aachener Bezirk liegt die Arbeitslosigkeit um 2139 Personen über dem Vorjahresstand. Die Zahl der offenen Stellen hat sich mit 4712 gegenüber dem Vormonat kaum verändert.

In der Bilanz macht sich die Jugendarbeitslosigkeit deutlich bemerkbar: Im Vergleich zum August konnte hier zwar durch die beginnenden Ausbildungsverhältnisse ein Rückgang um 769 Personen erzielt werden. Dennoch waren im September insgesamt 700 Jugendliche unter 25 Jahren mehr arbeitslos als vor einem Jahr.

Starke Bewegung bestimmte den Arbeitsmarkt im vergangenen Monat. So standen im Raum Düren 2146 Zugängen in die Arbeitslosigkeit (sieben Prozent mehr als im Vormonat), 2478 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit (18 Prozent mehr) gegenüber. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen blieb mit 356 sehr schwach. Das war ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind bei der Dürener Agentur für Arbeit 2907 Stellenangebote eingegangen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Abnahme um ein Fünftel.

Die Aachener Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen weitaus höher ist, wenn man die Personen hinzuzieht, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden. Dann kommt man statt der 35.913 Arbeitslosen in der offiziellen Statistik auf eine „Unterbeschäftigung” von 46.057 Personen.

Der Umfang der Kurzarbeit hat sich im September im Bezirk der Aachener Agentur gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Bis zum 25. September lagen 52 Anzeigen für Kurzarbeit für 573 Personen vor. Auf den vollen Monat gerechnet geht die Agentur von 70 Anzeigen für 840 Personen aus.

Nach Ansicht der Dürener Agentur für Arbeit hat die Kurzarbeit ihren Zenit überschritten. Nach vorläufigen September-Zahlen gab es 14 Anzeigen für Kurzarbeit für 477 Personen. Im Vormonat zeigten 18 Betriebe mit 306 Mitarbeitern Kurzarbeit an.

In NRW ging die Zahl der Arbeitslosen im September um knapp 27.500 zurück. Zum Monatsende waren etwas mehr als 800.000 Menschen erwerbslos gemeldet, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 9,2 Prozent im August auf 8,9 Prozent.

Der Rückgang gehe allerdings nicht auf das Konto einer langsam wieder anziehenden Konjunktur, sondern vor allem auf das Ferienende, erklärte die Chefin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld. Angestiegen sei, wie in jedem September, die Nachfrage nach Arbeitskräften. Insgesamt meldeten die Betriebe laut Arbeitsagentur NRW 31.600 neu zu besetzende Stellen. Das waren rund 9 Prozent mehr als im Vormonat, aber 11 Prozent weniger als im August 2008.

Kurzarbeit verhinderte weiterhin einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Von Juni bis August meldeten knapp 1400 Betriebe für rund 25.000 Beschäftigte Kurzarbeit an. Ende Juni wurde landesweit in rund 15.500 Betrieben mit 318.600 Mitarbeitern kurz gearbeitet. „Kurzarbeit bleibt für NRW-Unternehmen die Brücke über die Krisenzeit”, betonte Schönefeld.