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Stolberg: Heiße Tipps von der Ministerin

Stolberg : Heiße Tipps von der Ministerin

Daniel Gehlen weiß jetzt besser Bescheid. Der Physiotherapeut plant in Würselen eine eigene Praxis. Bevor er im August diesen großen Schritt vollzieht, forschte er am Freitag auf der Stolberger Gründermesse „Aufbruch 2009” nach Tipps über Finanzierungsmöglichkeiten.

Damit lag der 36-jährige im Zinkhütter Hof goldrichtig, wo es ein breites Angebotspaket gab. Dabei traf er auch NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) bei deren Rundgang durch die kleine Messestadt. Von ihr gab es Informationen aus erster Hand.

Bislang ist Gehlen freiberuflich tätig. Mit zwei Kollegen kümmert sich der gebürtige Inder aus Bombay um das Nachwuchs-Leistungszentrum von Alemannia Aachen.

Egal in welche Branche der Schritt in die Selbstständigkeit führen soll - jeder Interessierte war willkommen, auch zu individuellen Beratungen. „Sogar immer mehr Ärzte kommen in unsere Seminare, um sich besser auf ihre Praxis vorzubereiten”, sagte Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, die die Startercenter der Gründerregion Aachen betreut.

Seit Eröffnung der ersten Center Anfang 2007 informierten sich bereits über 3800 Gründungswillige. Letztes Jahr gab es 125 Info-Veranstaltungen. 1255 Personen suchten individuellen Rat. Daraus folgten 421 Gründungen - gegenüber 2007 ein Plus von 109 Prozent.

„Die Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen”, so Barkey. Träger des regional abgestimmten Konzepts sind neben Handwerks- und Industrie- und Handelskammer die Kreise Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, auch die Stadt Aachen. „Wer klug ist, nutzt dieses Angebot”, warb Barkey - wenn er sich außerdem „Beulen ersparen” wolle.

Laut Vize-Landrat Hans Körfer stieg seit 1999, als die Gründerregion startete, die Zahl der Betriebe um 18 Prozent auf 78.000. „Die Region hat große Potenziale”, lobte denn auch Ministerin Thoben: „Wir machen Gründer groß.”