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Düsseldorf: Handwerk in NRW zählt mehr Gründer

Düsseldorf : Handwerk in NRW zählt mehr Gründer

Trotz düsterer Konjunkturaussichten haben sich 2003 rund 8000 Handwerksunternehmer selbstständig gemacht.

Dies waren 250 mehr als im Jahr zuvor. Diese Bilanz zog der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag (NWHT) am Mittwoch in Düsseldorf. Vor fünf Jahren hatten sich noch rund 10.000 Junghandwerker zu einer Existenzgründung entschlossen, sagte der NWHT-Vorsitzende Hansheinz Hauser.

Die Bilanz 2003 sei aber einmal mehr ein Beweis, dass „der Qualifikationsweg zum Meister im Handwerk in Krisenzeiten wie eine Stabilitätsdividende wirkt”. Unter dem Strich war das Handwerk zwischen Herzogenrath und Höxter im sechsten Jahr in Folge „in einer schwierigen Lage”.

Die Aufträge seien rückläufig, die Erträge unbefriedigend, die Investitionsneigung schwach und der Personalabbau ungebrochen, auch wenn der Abwärtstrend sich verlangsamt habe. So ließen die Wirtschaftsdaten für das Jahr 2004 wieder bessere Ergebnisse erwarten. Aber die Politik müsse „mehr Planungssicherheit” gewährleisten.

Das laufende Jahr werde das Handwerk, so der Krefelder Bächermeister, mit einem Umsatzminus von einem Prozent oder eventuell sogar mit einer „schwarzen Null” abschließen. 2003 lag das Minus bei 3,9 Prozent.

Der mit rund 1,03 Millionen Mitarbeitern beschäftigungsstärkste Wirtschaftszweig des Landes wird nach einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen um 5,1 Prozent 2003 auch im laufenden Jahr die Mitarbeiterzahl noch einmal um rund zwei Prozent abbauen, prognostizierte Hauser.

Er verwies u.a. auf eine deutliche Zunahme konkursbedingter Betriebsschließungen im NRW-Handwerk.