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Düsseldorf: Grünes Licht für Gaskraftwerk in Hürth

Düsseldorf : Grünes Licht für Gaskraftwerk in Hürth

Die Bundesregierung hat grünes Licht für den Bau des umstrittenen Gas- und Dampfkraftwerks in Hürth bei Köln gegeben.

Es sei Einigkeit über die Regeln zur Bestimmung des Wirkungsgrads erzielt worden, teilte das Bundesumweltministeriums am Donnerstag in Berlin mit.

„Damit können jetzt die ersten Kraftwerke einer neuen Generation gebaut werden, die auf umweltschonendes Erdgas setzen”, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne).

Derzeit sind in Deutschland zwei Anlagen in Planung: Neben Hürth soll auch in Lubmin bei Greifswald an der Ostsee ein Gas- und Dampfkraftwerk entstehen.

Die geplanten Anlagen können nach der Einigung nun eine Steuerbefreiung von der Erdgassteuer für fünf Jahre in Anspruch nehmen. Gaskraftwerke gelten als besonders effizient und umweltfreundlich.

Der britisch-amerikanische Konzern Intergen will im Chemiepark Knapsack ein Gas- und Dampfkraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt bauen.

Damit das Kraftwerk für fünf Jahre von der Mineralölsteuer befreit werden kann, muss es 57,5 Prozent der eingesetzten Energie in Strom umwandeln.

Wie dieser Wirkungsgrad gemessen werden soll, war zwischen den Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt lange umstritten.

Der geplante Bau des 500-Millionen-Projekts hatte in der Vergangenheit für heftigen Streit in der Landesregierung gesorgt.

Die Grünen hatten vor der Einigung in der Koalitionsvereinbarung „Düsseldorfer Signal” der SPD mehrfach vorgeworfen, den Bau zu blockieren.