1. Wirtschaft

Krieg in der Ukraine: Große Herausforderung für 245 regionale Unternehmen

Krieg in der Ukraine : Große Herausforderung für 245 regionale Unternehmen

Im Jahr 2020 exportierten nordrhein-westfälische Firmen Waren im Wert von 3,2 Milliarden Euro nach Russland. Wie der eskalierte Konflikt in der Ukraine sich auch auf Unternehmen aus der Region auswirkt.

91 Unternehmen im Bezirk der IHK Aachen – in der Städteregion Aachen sowie in den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg – sind in der Ukraine aktiv. Das teilt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen am Freitag mit. Zu Firmen in Russland haben 154 Unternehmen aus der Region Geschäftsbeziehungen. Die meisten von ihnen exportieren, einige importieren Waren. Rund 40 davon betreiben in Russland eine Niederlassung oder Vertretung.

„Aufgrund der seit Jahren unsicheren Lage haben sich deutsche Firmen schon vor einiger Zeit komplett aus dem Osten der Ukraine zurückgezogen“, sagt Gunter Schaible, Geschäftsführer der IHK Aachen für die Bereiche International, Verkehr und Handel. „Nun müssen sich auch Unternehmen, die in Russland aktiv sind, auf tiefgreifende Änderungen einstellen. Sie können mit ihren bisherigen Partnern entweder nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zusammenarbeiten.“

Exportgüter nach Russland aus der Region kämen im Wesentlichen aus den Bereichen Maschinenbau, Automotive, Elektronik und Kosmetik, erklärt IHK-Pressesprecher Sebastian Missel auf Anfrage. „Grundsätzlich sind zahlreiche Waren noch nicht sanktioniert, das kann sich aber sehr bald ändern.“

Wie sich die Sanktionen der Europäischen Union auf die Wirtschaft auswirken, wird die IHK Aachen in einem Webinar am Montag, 14. März, von 14:30 bis 16 Uhr thematisieren „Wir informieren Unternehmerinnen und Unternehmer über aktuell geltende Regeln, damit sie wissen, was in Zukunft noch exportiert werden darf und was nicht“, erklärt Schaible. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit zum kostenfreien Webinar finden sich unter www.aachen.ihk.de/sanktionen.

(red)