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Aachen: Firmen in der Region schaffen neue Stellen

Aachen : Firmen in der Region schaffen neue Stellen

Der Wirtschaftswissenschaftler Professor Hans-Werner Sinn ist sich sicher: Die Stimmung bei Unternehmern ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das Wirtschafts-Barometer seines Instituts für Wirtschaftsforschung - der Ifo-Index - stieg auf die Bestmarke von 106,8 Punkten.

Auch in der Region ist eine Aufbruchstimmung spürbar: „Der Aufschwung hat den Arbeitsmarkt in der Region erreicht. Die Unternehmen stellen wieder ein”, sagt Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. In einer Umfrage unserer Zeitung zeigten sich die Vertreter verschiedener Unternehmen mit der konjunkturellen Entwicklung zufrieden, viele Firmen haben neue Stellen geschaffen oder wollen dies im kommenden Jahr tun.

„Im Moment geht was, und es sieht so aus, als werde der positive Trend anhalten”, so Geschäftsführer Gereon Frauenrath von A. Frauenrath Bauunternehmen GmbH in Heinsberg. Rosige Aussichten auch für die Auszubildenden - nicht nur bei Frauenrath: „Wer bei uns gerade eine Ausbildung macht, hat beste Chancen, übernommen zu werden. Das war in den Vorjahren keine Selbstverständlichkeit”, sagt Frauenrath.

Auch Hans Mayer-Uellner, Hauptgeschäftsführer der VUV (Vereinigte Unternehmerverbände) Aachen ist über die Entwicklung erfreut: „Viele Unternehmen haben bereits Neueinstellungen vorgenommen oder planen sie.”

Unterdessen zeigt sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) optimistisch, dass bei einem besser als erwartet ausfallenden Wirtschaftswachstum 2007 die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt bis in die Nähe der Vier-Millionen-Marke fallen könnte - bei einem angenommenen Wachstum von 1,4 Prozent. Falle das Wachstum höher aus, könne man sogar in die Nähe der Vier-Millionen-Marke kommen.

Wirtschaftsforscher hatten in den vergangenen Tagen ihre Wachstumsprognosen für 2007 deutlich erhöht und sogar Raten über zwei Prozent für möglich gehalten. Für das laufende Jahr erwartet BA-Vorstand Heinrich Alt eine Reduzierung der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl um mehr als 300.000. „Einen solchen dynamischen Rückgang gab es seit 2003 nicht mehr.” 2005 lag die durchschnittliche Arbeitslosenzahl bei 4,86 Millionen.