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Aachen: Firmen, die für die Innovationskraft der Region stehen

Aachen : Firmen, die für die Innovationskraft der Region stehen

Dass die Simmerather Schwartz GmbH im vergangenen Jahr mit dem AC²-Innovationspreis ausgezeichnet wurde, ist am Firmensitz in der Edisonstraße nicht zu übersehen. Ein vier Meter hoher Nachbau der Trophäe wurde dort aufgestellt.

Er ist Zeichen des Stolzes ob dieser Auszeichnung, mit der Firmen von besonderer Innovationskraft in der Region gewürdigt werden. Denn die Innovationskraft in der Region sei sehr groß, wird von Hochschulen und Forschungszentrum Jülich befeuert — und so ist es in der Tat eine besondere Ehre, am Ende den AC²-Innovationspreis in Händen zu halten.

Am Donnerstag, 2. Juni, wird er im Aachener Rathaus vor erfahrungsgemäß rund 600 Gästen erneut verliehen. Aus 14 Vorschlägen hat eine Jury nun drei Nominierte auserkoren. „Sie alle sind in ihrem Feld ganz weit vorne“, sagt der Juryvorsitzende, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Die Nominierten sind:

Devolo AG: Die Aachener Devolo AG wurde 2002 aus der Elsa-Insolvenzmasse gegründet. 14 Jahre später zählt sie 250 Mitarbeiter in zehn Ländern. Seit 2009 ist das Unternehmen Weltmarktführer im sogenannten Powerline-Segment, sprich bei der Übertragung von Datensignalen über Stromkabel — insbesondere zur Verstärkung von Netzwerken. 29 Millionen sogenannter dLan-Adapter (die in die Steckdose gesteckt werden) wurden von der Devolo AG mittlerweile verkauft — gleichermaßen an Firmen wie Privatleute. Weitere Einsatzfelder werden gerade erschlossen.

Die Reichweite der Technologie wird immer größer und gerade mit der Entwicklung intelligenter Stromnetze wird für Devolo ein riesiger Markt erschlossen. „Das hat gigantisches Potenzial“, sagt Philipp. Die Stadt könnte beispielsweise mit Devolo-Technologie sehr individuell beziehungsweise intelligent sämtliche Straßenlaternen steuern.

Meteo Viva GmbH: Das Jülicher Unternehmen wurde 2001 gegründet und sorgt mittlerweile bei Firmen wie DHL, Deutscher Bahn, Daimler, BMW, Bosch, dem Flughafen Düsseldorf sowie Versicherungen, Banken, Städten und Gemeinden für das richtige Klima — jedenfalls in den Gebäuden. Proaktive Steuerung lautet der Ansatz der Jülicher in Sachen Energiemanagement. Mit einem europaweit patentierten Verfahren kann sämtliche Energietechnik in einem Gebäude gesteuert werden. Das Ganze basiert auf einem mathematischen Modell. Die Kunden können mit effizienterem Energieeinsatz rechnen. Die Einsparung soll am Ende zwischen 15 und 40 Prozent liegen.

QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau: Die Erkelenzer Firma QsQ hat den Granubot entwickelt. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Nivelliergerät mit integrierter Messtechnik (Laser), der das Verteilen von Trockenestrich revolutioniert. Bislang wird solcher Trockenestrich, der stark im Kommen ist, ausgeschüttet und von Hand beziehungsweise mit Abziehlehren verteilt. Die Präzision hängt unmittelbar mit Erfahrung und Genauigkeit des Monteurs zusammen. Der Granubot automatisiert diese Arbeit, schont nicht zuletzt den Rücken des Monteurs und arbeitet mit der Präzision von einem Millimeter, auch hinter Rohren und anderen Hindernissen.

(tka)