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Ex-Premierminister Wim Kok wird ein Sammler

Ex-Premierminister Wim Kok wird ein Sammler

Den Haag. Der ehemalige niederländische Premierminister Wim Kok sammelt Aufsichtsratsmandate.

Nachdem er bereits in die Räte von Royal Dutch/Shell, des Banken- und Versicherungskonzerns ING und der holländischen Post TPG berufen wurde, will ihn nun auch die Fluglinie KLM.

Die KLM-Aktionäre sollen Kok am 25. Juni auf der Hauptversammlung ins Amt wählen. Auch der ehemalige Akzo-Nobel-Chef Cees van der Lede steht auf der Vorschlagsliste für die neuen KLM-Aufsichtsräte. Kok und van der Lede sollen Arie Maas und Max Albrecht ablösen, die beide ausscheiden.

Kok wird mit seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat in den genannten Unternehmen jährlich mindestens 144 000 Euro verdienen. Das ist weit mehr als die 118 684 Euro, die er als Ministerpräsident der Niederlande empfing.

Die Berufung von Wim Kok ist bemerkenswert. Denn als Regierungschef hatte er immer gegen die hohen Vergütungen in Unternehmen gewettert und sie als ,,exorbitante Selbstbereicherung” qualifiziert. Jetzt streicht er diese selber ein.