1. Wirtschaft

Aachen/Herzogenrath: Eurolink: Vergleichsangebot abgelehnt

Aachen/Herzogenrath : Eurolink: Vergleichsangebot abgelehnt

Vor der 1. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Aachen ist am Dienstag eine gütliche Einigung im Rechtsstreit eines Tübinger Unternehmensberaters mit der überregional in die Schlagzeilen geratenen Beraterfirma „Eurolink Consult GmbH” aus Herzogenrath gescheitert.

Eurolink wird vorgeworfen, sich wettbewerbswidrig verhalten und irreführende Werbung betrieben zu haben.

Die Münchner Anwälte des Klägers warfen Eurolink vor, bei einer Vielzahl von kapitalsuchenden Unternehmen mit einer Partnergesellschaft in den Arabischen Emiraten geworben zu haben; Eurolink Emirates habe zur fraglichen Zeit aber noch gar nicht existiert.

Eurolink habe außerdem fälschlicherweise damit geworben, dass mehrere Mitglieder der Herrscherfamilie in Dubai an dieser Partnergesellschaft beteiligt seien oder im Aufsichtsrat des Herzogenrather Unternehmens säßen.

Desweiteren habe Eurolink seinen „Kunden” Unterlagen zur Unterschrift vorgelegt, ohne überhaupt konkrete Investoren an der Hand zu haben. Die Klägerseite habe ihren Klageanspruch zu „unbestimmt” gehalten, so der Vorsitzende Richter Norbert Plum. Seinen Vergleichsvorschlag, Eurolink solle 7000 Euro zahlen, wies die Klägerseite zurück.

Den Termin zur Verkündung einer Entscheidung legte Plum auf den 27. Januar. Dann wird seine Kammer entweder ein Urteil sprechen, oder aber den Beschluss verkünden, dass der Zivilprozess nun erst richtig los gehen wird - „mit einer Beweisführung in den Emiraten, wenns drauf ankommen sollte”, so Richter Plum.

Beim Kreis Aachen läuft gegen Eurolink auch ein Ge- werbeunterlassungsverfahren, das in Kürze beendet werden soll.