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Düsseldorf: Esser will Schadenersatz

Düsseldorf : Esser will Schadenersatz

Die Berufungsverhandlung im Zivilverfahren des ehemaligen Mannesmann-Chefs Klaus Esser gegen das Land Nordrhein-Westfalen ist überraschend auf 2005 vertagt worden.

Ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts begründete die Verschiebung der mündlichen Verhandlung um neun Monate am Montag mit einem Krankheitsfall und der Schwangerschaft einer Richterin. Zudem müssten die umfangreichen Ermittlungsakten gegen Esser herangezogen werden.

In erster Instanz hatte sich der Manager vor einem Jahr 10.000 Euro Schmerzensgeldanspruch vom Land Nordrhein-Westfalen erstritten. Das Landgericht hatte entschieden, dass die Behörden mit unzulässigen Presseauskünften die Persönlichkeitsrechte Essers verletzt hätten.

Aber in der Hauptsache hatte das Gericht die Zivilklage abgewiesen. Esser und das Land legten gegen das Urteil Berufung ein. Der Manager forderte insgesamt 200.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Außerdem führte er an, dass Ermittlungen gegen ihn rechtswidrig gewesen seien.

Bei der Diskussion um ein vorzeitiges Ende des Strafprozesses dämpfte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Montag erneut Erwartungen auf ein schnelles Urteil: „Im Moment zeichnet sich eine Abkürzung des Verfahrens nicht zwingend ab”, sagte Behördensprecher Johannes Mocken.

Die Ankläger hielten an den Tatvorwürfen nach wie vor fest und bereiteten mehrere Beweisanträge vor.