Aachen/Neuenkirchen: Endgültig: Palla Creativ schließt Standort Neuenkirchen

Aachen/Neuenkirchen: Endgültig: Palla Creativ schließt Standort Neuenkirchen

Die Immobilie ist verkauft, ein Großteil der Belegschaft entlassen: Knapp ein Jahr nach dem Insolvenzantrag des Textilunternehmens Palla Creativ (Aachen) ist das Aus für den einstigen Standort im münsterländischen Neuenkirchen endgültig besiegelt.

Nach Mitteilung der IG Metall Rheine vom Mittwoch gehen bei der einstigen Palla-Tochter Hecking zum 1. Dezember die Lichter aus.

Die Immobilie sei an ein branchenfremdes Unternehmen aus Münster verkauft. Die noch verbliebenen zwölf von zuletzt knapp 120 Beschäftigten beenden ihren letzten Arbeitstag am 30. November mit einer Kundgebung der Gewerkschaft vor dem Werkstor.

Die Maschinen waren laut IG Metall im Laufe des Insolvenzverfahrens an den Standort Aachen gebracht worden. Das dortige Werk sollte erhalten bleiben.

Die Firma Palla - letzter großer Textilhersteller in Deutschland - war im vergangenen Jahr durch einen Auftragsengpass in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte das Unternehmen unter dem damaligen Namen Tuchfabrik Becker insolvenzbedingt mehrere hundert Stellen abgebaut.

Zur im November 2008 angekündigten Weiterbeschäftigung mehrerer Mitarbeiter aus Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) am Stammsitz sagte eine IG-Metall-Sprecherin, daraus sei nicht viel geworden.

Nur „einem sehr geringen Teil” sei letztlich der Wechsel nach Aachen angeboten worden. Eine Transfergesellschaft für die anderem Mitarbeiter hatte es nicht gegeben.

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