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Berlin/Aachen: Einzelhandel hofft 2006 auf Umsatzplus

Berlin/Aachen : Einzelhandel hofft 2006 auf Umsatzplus

Der deutsche Einzelhandel rechnet 2006 mit anziehenden Umsätzen.

Nach vier Jahren mit sinkendem Absatz hoffe die Branche wieder auf schwarze Zahlen, sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Freitag in Berlin.

Einen besseren Umsatz verspricht sich der Handel vor allem durch die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land, mögliche Vorzieheffekte wegen der für 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung und den prognostizierten allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung.

Für das Gesamtjahr 2005 geht der Einzelhandel inzwischen davon aus, dass der Umsatz „voraussichtlich bei einem nominalen Minus zwischen einem halben und einem Prozent liegen wird”. Dies ist etwas besser als das bislang vom Verband prognostizierte Minus von einem Prozent.

Von ähnlichen Werten geht auch der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Aachen-Düren (EHDV) aus. Der Geschäftsführer des Verbandes, Manfred Piana, erklärte am Freitag gegenüber unserer Zeitung: „Im Oberzentrum ist das Weihnachtsgeschäft 2005 besser gelaufen als in Klein- und Mittelstädten. Die Umsätze verteilen sich stärker über das gesamte Jahr und konzentrieren sich nicht mehr ganz so stark zum Weihnachtsgeschäft. Die Umsatzspitzen flachen etwas ab.”

Allerdings hätten die City-Lagen sich gegenüber der „grünen Wiese” deutlich behauptet. Piana führt diese Entwicklung auf die Investitionen im Handel in Aachen und Düren zurück. Nach seinen Beobachtungen sind im abgelaufenen Jahr wieder mehr Kunden aus Niederlanden, Belgien und Luxemburg in die Aachener Region geströmt.

Umgekehrt habe die Liberalisierung der deutschen Ladenschlusszeiten viele Kunden von Besuchen in den Nachbarländern abgehalten.