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Herzogenrath: EBV setzt noch stärker auf Immobilien

Herzogenrath : EBV setzt noch stärker auf Immobilien

Die EBV Aktiengesellschaft will sich künftig noch stärker auf den Ausbau ihrer unmittelbaren Immobilienaktivitäten konzentrieren.

Das schreibt der Vorstand im am Dienstag veröffentlichen Jahresbericht 2002. Anfang dieses Jahres waren die 100-prozentige Tochtergesellschaft EBV Immobilien GmbH und die AG zu einer neuen Aktiengesellschaft zusammengeführt worden.

Der Wohnungsbestand des größten Immobiliendienstleisters in der Aachen-Heinsberger Region liegt derzeit bei rund 8800 Einheiten. Im Geschäftsbericht heißt es, das Unternehmen prüfe auch den Kauf kommunaler Wohnungsbestände.

Das Vorzeigeobjekt des vergangenen Jahres war das Alsdorfer Anna-Park-Center auf dem ehemaligen Zechengelände. Zudem begann der Bau des EBV-Carrés auf dem Gelände des Alten Bushofs in Aachen. Das Projekt soll noch 2003 abgeschlossen werden.

In diesem Jahr beginnen soll der Bau des Hückelhoven-Centers auf dem ehemaligen Zechengelände Sophia-Jacoba.

Der EBV investierte im vergangenen Geschäftsjahr 39 Millionen Euro, davon 23 Millionen in Immobilien. Der Umsatz betrug 335 Millionen Euro, was einem Rückgang von 55 Millionen gegenüber 2001 entspricht.

Auch das Ergebnis ging um 6,6 Millionen auf 13,2 Millionen Euro zurück. Ursächlich hierfür sei „vorrangig ein geringeres Geschäftsvolumen im Geschäftsfeld Sortimente”.

Die Bilanz der Tochterunternehmen, die baunahe Produkte und Dienstleistungen anbieten, sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, so der Vorstand. Vor kurzem habe man zusätzlich eine Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft in Hongkong gegründet, die das Auslandsgeschäft stärken solle.

Zum Bilanzstichtag beschäftigte der EBV-Konzern 1065 Mitarbeiter. Das waren 23 weniger als ein Jahr zuvor. Bei der EBV Aktiengesellschaft waren 203 Mitarbeiter tätig. Diese Zahl werde man „in einem über mehrere Jahre geplanten Prozess reduzieren”.