Düsseldorf: Düsseldorfer Sparkasse zurück in schwarzen Zahlen

Düsseldorf: Düsseldorfer Sparkasse zurück in schwarzen Zahlen

Die Düsseldorfer Stadtsparkasse wird nach dem ersten Verlustjahr ihrer Geschichte in diesem Jahr voraussichtlich in die Gewinnzone zurückkehren.

Sparkassen-Chef Peter Fröhlich erwartet für 2009 ein operatives Betriebsergebnis von 112 Millionen Euro. Nach den Wertberichtigungen wird nach derzeitigem Stand noch ein Überschuss von 60 Millionen Euro bleiben. „Wir sind wieder in ruhigem Fahrwasser”, sagte Fröhlich am Mittwoch. Die achtgrößte deutsche Sparkasse hatte im Geschäftsjahr 2008 nach HGB einen Verlust von 46 Millionen Euro ausweisen müssen.

Die Bilanzsumme des Instituts lag in den ersten drei Quartalen dieses Jahres bei 12,3 Milliarden Euro - 500 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum. Das Institut kündigte an, sich auf den regionalen Mittelstand zu besinnen. Dort seien auch die Kreditausfälle sehr moderat.

Die Vereinbarungen zur Rettung der WestLB bezeichnete Fröhlich als „fairen, vernünftigen Kompromiss”. Die Sparkasse müsse deswegen aber 25 Jahre lang pro Jahr rund acht Millionen Euro Rückstellungen bilden. „Das ist für uns darstellbar”, sagte Fröhlich. Außerdem drohe im Fall eines Verkaufs der WestLB eine Wertberichtigung auf den 2- Prozent-Anteil der Sparkasse an der WestLB, der derzeit mit 60 Millionen Euro in den Büchern stehe.

„Aus unserer Sicht brauchen wir die WestLB, so wie sie jetzt ist, nicht”, sagte Fröhlich. Zur Korruptionsaffäre um Verona Pooths Ehemann Franjo, die Fröhlichs Vorgänger Heinz-Martin Humme den Posten kostete, sagte Fröhlich, es werde noch geprüft, ob deswegen Rückstellungen gebildet werden müssten.

Mehr von Aachener Zeitung