Aachen: Drei Unternehmen für den AC2-Innovationspreis nominiert

Aachen: Drei Unternehmen für den AC2-Innovationspreis nominiert

Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass jede Steckdose im Haus zum Internet- und Netzwerkzugang wird, sorgen für ein gesundes Raumklima einschließlich hoher Energieeffizienz und gewährleisten, das frisch aufgebrachter Trockenestrich auch schön plan liegt.

So unterschiedlich die Ideen, so sehr eint die drei Unternehmen aus der Region ihre Innovationskraft. Und genau aus diesem guten Grund wurden sie für den AC2-Innovationspreis Region Aachen — ausgelobt von Stadt und Städteregion Aachen und den Kreisen Düren, Heinsberg und Euskirchen — nominiert. Wer gewinnt, wird sich am kommenden Donnerstag zeigen: Um 18.30 Uhr beginnt im Krönungssaal des Aachener Rathauses die Verleihung des Innovationspreises der Region Aachen 2016. Wir stellen die nominierten Unternehmen vor:

Devolo AG, Aachen: Das im Jahr 2002 gegründete Unternehmen entwickelt Powerline- und Datenkommunikations-Produkte für private Kunden und gewerbliche Anwender. Es geht um Lösungen von der einfachen Heimvernetzung über optimale Verbindungen im gewerblichen Bereich bis hin zur Ausrüstung von Telekommunikationsanbietern und Internet Service-Providern. Devolos Innovation macht es möglich, die hausinterne Stromleitung zur Datenübertragung zu nutzen. Kleine Adapter modulieren dafür ein hochfrequentes Signal auf die Kupferader der Stromleitung auf; die Stromleitung wird so wie ein Netzwerkkabel genutzt. Die Adapter müssen nicht langwierig konfiguriert oder in Betrieb genommen werden. Sie müssen lediglich in die Steckdose gesteckt und mit dem Netzwerkkabel oder per WLAN mit PC und Router verbunden werden.

MeteoViva GmbH, Jülich: Das 2001 gegründete Unternehmen widmet sich der Betriebsoptimierung und dem Energiemanagement gebäudetechnischer Anlagen. Ziel: ein gesundes Raumklima zur dauerhaften Erhöhung der Energieeffizienz und Senkung der Emissionen und Betriebskosten. Dafür allerdings müsste man Prophet sein, denn alle Regelungssysteme energietechnischer Anlagen laufen dem realen Geschehen immer hinter. Das Jülicher Unternehmen hat deshalb ein Verfahren entwickelt, das erstmals alle Einflussfaktoren auf das Raumklima in einem System erfasst und optimal aufeinander abstimmt. Grundlage dafür ist ein mathematisches Modell, dass alle Daten berücksichtigt und mit Hilfe von selbstlernenden Algorithmen die optimalen Steuerdaten berechnet. Die Anlagentechnik wird so klimagerecht und mit maximaler Energieeffizienz betrieben; die Energieeinsparung liegt bei 15 bis 40 Prozent.

QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Erkelenz: Das 1998 gegründete Unternehmen produziert Vorrichtungen und Sondermaschinen — alles aus einer Hand. Konkret geht es nun um ein Gerät, das dafür sorgt, dass Ausgleichsmaterialien wie Trockenestrich nicht mehr von einem auf dem Boden knienden Monteur mit Hilfe langer Abziehlehren nivelliert werden müssen. Denn dieses Verfahren ist oft ungenau und schadet der Gesundheit des Mitarbeiters. Der von QsQ entwickelte „Granubot“ besitzt eine integrierte Messtechnik, erlaubt ein aufrechtes Arbeiten des Monteurs und erreicht dank automatischer Höhenregulierung konstant präzise Ergebnisse — unabhängig von der Raumgeometrie. Da nicht mehr nachgemessen oder korrigiert werden muss, spart das Verfahren auch Zeit.

(red)
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