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Aachen: Dorint künftig à la française

Aachen : Dorint künftig à la française

Eine der weltweit größten Hotelgesellschaften, die französische Accor-Gruppe, zieht jetzt auch in der Region Aachen ihre Flagge auf.

So wird das Fünf-Sterne-Hotel „Quellenhof”, das zur Mönchengladbacher Dorint-Gruppe gehört, wie bereits gemeldet, künftig als Dorint Sofitel Quellenhof firmieren.

Hintergrund: Accor war zum Jahresende 2002 bei der größten deutschen Hotelgruppe (91 Häuser mit 17.000 Zimmern und 7400 Mitarbeitern) eingestiegen, hält jetzt rund 40 Prozent der Anteile und regelt in Form eines Management-Vertrages ab 1. Juli die Geschäfte bei Dorint.

In der Region Aachen ist Accor gleich mehrfach vertreten: Über die Marke „Ibis” zwei Mal, dazu mit einem „Mercure”- und einem „Novotel”-Hotel und den Billig-Anbietern „Etap” und „Formule 1”.

Der Markenauftritt wird künftig neu gegliedert, so dass die Premiumhotels als „Dorint Sofitel” firmieren, die gehobeneren Dorint-Hotels mit dem Schwerpunkt Konferenzen und Tagungen werden als „Dorint Novotel” laufen und einfachere Dorint-Häuser sollen als „Mercure” in Erscheinung treten.

Auch das „Dorint am Graben” in Aachen wird künftig ein Mercure-Hotel sein, während das geplante Haus am alten Bushof als Dorint Novotel in Erscheinung tritt.

Wie Quellenhof-Direktor Olaf Offers am Freitag erläuterte, geht es nicht nur um ein neues Etikett, sondern auch um die Präsentation der „l´art de vivre à la française”, also der französischen Lebensart, in einem deutschen Luxushotel.

Künftig wird nicht nur das Hotelpersonal Uniformen des französischen Couturiers Jean-Charles de Castelbajac tragen, der Quellenhof erhält auch eine für Sofitel-Hotels typische Bibliothek.

Die Einführung des ausgefeilten Sofitel-Standards wird in Aachen auch zu einer Personalaufstockung führen. Offers geht in diesem Jahr von einem Anstieg um fünf bis sechs Prozent aus. Im Augenblick arbeiten 95 bis 100 Mitarbeiter in dem Fünf-Sterne-Haus.

Für die Rentabilität des Aachener Hauses dürfte sich in Zukunft der Zugriff auf das weltweite Reservierungssystem und das Kundenbindungsprogramm der Accor-Gruppe entscheidend sein.

Auf diese Weise hofft Offers auch die Auslastung seines Hauses, die im vergangenen Jahr 51 Prozent, in diesem Frühjahr bereits 53 Prozent, ausmachte, auf 55 Prozent steigern zu können. Hoffnungen setzt er dabei auf Privat- und Geschäftsreisende aus Großbritannien und Frankreich.

Ins Gewicht fallen aber zunehmend auch Gäste aus Russland, die sich einer Behandlung im Aachener Klinikum unterziehen.