Eschweiler: Die IHK senkt den Beitragssatz

Eschweiler: Die IHK senkt den Beitragssatz

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat in Weisweiler eine Senkung des Kammerbeitrags beschlossen.

Der am Gewerbeertrag orientierte Umlagesatz fällt für das Geschäftsjahr 2010 von bisher 0,22 Prozent auf 0,195 Prozent. In den vergangenen Jahren war der Umlagesatz bereits in fünf Schritten von 0,4 Prozent auf 0,22 Prozent gesenkt worden, berichtete der Präsident der IHK, Bert Wirtz. Die erneute Senkung der Umlage sehe er als „positives Signal an die Mitglieder”.

Den zu erwartenden Einnahmeverlust werde die IHK mit Sparanstrengungen auffangen. Keinesfalls werde die IHK jedoch ihre Leistungen einschränken. Die Kammer werde sich im Gegenteil gerade mit speziellen Beratungsangeboten für die Mitglieder dem Thema Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen stellen. Die IHK betreut in der Region rund 60000 Gewerbetreibende und Firmen.

Im Kammerbezirk haben nach Ansicht der Mitglieder noch nicht alle Branchen das Tal der Wirtschaftskrise durchschritten, doch viele Firmen planen bereits für die Zeit nach der Rezession. Zwar handele es sich um die schlimmste Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg (so Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes), doch „so schlecht wie vorhergesagt scheint es in unserem Kammerbezirk nicht zu sein”, versicherte Präsident Wirtz und verwies darauf, dass die IHK trotz Wirtschaftskrise in diesem Jahr ein höheres Beitragsaufkommen als 2008 erzielen werde.

Die Rezession hat in der Region besonders bei der Industrie und im Bausektor erhebliche Auswirkungen, die immer noch anhalten, berichteten Vertreter der Branchen in der Vollversammlung. Der Handel hingegen habe die Krise kaum gespürt. Eine Umfrage unter 380 Firmen zeige, dass die Geschäftserwartung bereits wieder im Plus liege, die aktuelle Geschäftslage sei nur noch knapp im negativen Bereich. Geschäftsführer Drewes: „Wir liegen besser als der Bund.” Das Grenzland sei nicht mehr der „schwache Mann im Westen”.