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Aachen: DGB fordert bessere Frauenförderung in Euregio

Aachen : DGB fordert bessere Frauenförderung in Euregio

Die Euregio Maas- Rhein muss die Gleichstellung von Mann und Frau im Arbeitsleben zu ihrer Querschnittsaufgabe machen.

Das fordert der regionale DBG-Vorsitzende Heinz Kaulen. Derzeit gebe es operative Defizite, sagte er am Donnerstag nach einem Dreiländer-Workshop in Aachen.

Woran es etwa fehle, sei die Koordination derFörderprojekte im Grenzland, beklagte Jutta Reiter, Fachfrau für Frauenfragen beim DGB-Bezirk NRW. „Jeder kramt in seiner Ecke.”

Zwar sei die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den vergangenen Jahren in allen fünf Teilregionen der Euregio gestiegen, doch die Quote an der Gesamtbeschäftigung liege bei nur 40 Prozent - zwischen 38,1 Prozent in Niederländisch-Limburg und Belgisch-Limburg sowie 42,1 Prozent in der Provinz Lüttich, in der Region Aachen sind es 41,3 Prozent.

Jetzt gelte es, „voneinander zu lernen”, sagte Kaulen. Der Workshop habe eine Plattform geschafffen, um die Projekte zu verzahnen. Das Problem müsse strukturpolitisch angegangen werden.

Denn Chancengleichheit sei auch Bestandteil eines „einheitlichen Lebens- und Sozialraumes”, dessen Schaffung sich die Euregio verschrieben habe.

Laut Reiter gibt es Handlungsbedarf auf drei Feldern: Aufstiegsförderung, Arbeitszeitflexibilisierung und Kinderbetreuung. Die Zeit drängt, denn die Europäische Union (EU) will ihre Förderinstrumente und -ziele 2006 überarbeiten.

„Es muss angeschoben werden, so lange wir die Förderkulisse noch haben”, sagt Kaulen an die Adresse der Euregio Maas-Rhein.