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Düsseldorf: C&A knüpft das Filialnetz dichter

Düsseldorf : C&A knüpft das Filialnetz dichter

Der Textilfilialist C&A, Düsseldorf, ist mit seiner Niedrigpreis-Bekleidung auf dem Vormarsch in Deutschland.

In diesem Jahr will der bundesweit drittgrößte Bekleidungshändler nach KarstadtQuelle, Essen, und Otto, Hamburg, bis zu 80 neue Filialen eröffnen. Das kündigte das deutsch-niederländische Familienunternehmen am Montag an.

Der dramatische Preisverfall in der Branche ging auch an C&A nicht spurlos vorbei. Erstmals seit drei Jahren verzeichnete die Kette ein Umsatzminus.

Die deutschen Verbraucher kaufen nach Angaben des Unternehmens mehr als jedes zehnte Bekleidungsstück bei C&A. Gemessen am Umsatz liege der Marktanteil bei 8,5 Prozent. Damit ist C&A zwar noch vom Höchststand 11 Prozent in den 70er Jahren deutlich entfernt. Seit mehreren Jahren wird aber ein starker Aufwärtstrend verzeichnet.

Der deutsche Bekleidungsmarkt schrumpfte 2003 um fast 6 Prozent, 2004 wird mit 4 Prozent weniger Umsatz gerechnet.

„Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen statistisch gesehen immer weniger Geld für Bekleidung ausgeben wollen”, so C&A-Deutschland-Chef Dominic Brenninkmeyer, ein Nachfahre der Firmengründer Clemens und August Brenninkmeyer (C&A).

Die Kette habe ihre Preise 2003 auf breiter Front gesenkt, teilweise um einen zweistelligen Prozentbetrag. C&A bleibe der treu, sich nicht an Rabattaktionen zu beteiligen.

Gewinn gesteigert

Im Geschäftsjahr 2003/2004 (29.02) machte C&A Deutschland dank deutlicher Kosteneinsparungen wie einem schnelleren Warenumschlag mehr Gewinn. Der Jahresüberschuss stieg um 2,2 Prozent auf gut 109 Millionen Euro.

Obwohl 8,4 Prozent mehr Ware verkauft wurde, sank der Umsatz um 4,4 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Als ein Beispiel für den Preisverfall wurde ein T-Shirt genannt, dass statt für 12 Euro (2003) heute für 7 oder 9 Euro verkauft werde.

In 274 C&A-Filialen werden 16.000 Mitarbeiter beschäftigt, Europaweit verfügt das Textilhandelshaus über mehr als 600 Filialen.