1. Wirtschaft

München: Continental will Arbeitsplätze ins Ausland verlagern

München : Continental will Arbeitsplätze ins Ausland verlagern

Der Reifenkonzern Continental will im Zuge der Übernahme der Siemens-Autozuliefersparte VDO aus Renditegründen Arbeitsplätze aus Deutschland in andere Länder verlegen.

Man müsse „ohne Frage einen Teil ins Ausland verlagern”, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer der Fachzeitschrift „Auto Motor und Sport” in München einem Vorabbericht zufolge.

Produkte für die Autoindustrie mit einem hohen Lohnkostenanteil, wie etwa Reifen, seien auf lange Sicht wahrscheinlich nur schwer in Deutschland zu halten. Genaue Zahlen nannte Wennemer nicht. Die von der IG Metall befürchtete Zahl von 7000 Entlassungen nannte Wennemer allerdings „reine Spekulation und Panikmache”.

Continental hatte VDO im Spätsommer für rund 11,4 Milliarden Euro von Siemens übernommen. Die EU hat der Übernahme bereits zugestimmt. VDO mit Sitz in Regensburg beschäftigt weltweit rund 53.000 Mitarbeiter, 20.000 davon in Deutschland an verschiedenen Standorten. Wennemer hatte in der Vergangenheit auch betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der Übernahme nicht ausgeschlossen. Nach der Übernahme gehört Continental zu den weltgrößten Autozuliefererunternehmen.