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Würselen: Beschäftigte bestreiken Toys-‚R‘-Us in Würselen

Würselen : Beschäftigte bestreiken Toys-‚R‘-Us in Würselen

Beschäftigte mehrerer Toys-‚R‘-Us-Filialen in NRW haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, darunter auch die in Würselen.

Die Beteiligung am inzwischen 26. Streiktag sei gut, „rund die Hälfte der Beschäftigten ist heute den ganzen Tag draußen“, sagte Jana Zorn, Verdi-Gewerkschaftssekretärin für den Bezirk Düren/Aachen/Erft, vor Ort. Und rund drei Viertel der Kunden zeigten Verständnis für den Streik und bezeugten mittels Unterschrift ihre Solidarität.

In Würselen gibt es 21 Festangestellte, etwa genauso viele sind derzeit saisonal beschäftigt. Deshalb sind die Auswirkungen der Arbeitsniederlegung für die Kunden kaum zu spüren. Laut Frank Michael Munkler vom Verdi-Landesbezirk sieht das in Filialen in Köln, Hagen, Kamen, Neuss und Siegen ganz ähnlich aus. „Rund 50 Prozent der Angestellten haben die Arbeit niedergelegt“, sagte er.

Hintergrund des Streiks ist die Weigerung des US-Konzerns, mit Verdi über einen Anerkennungstarifvertrag zu verhandeln. Würden bei Toys-‚R‘-Us die Tarifverträge des Einzelhandels gelten, bekämen die Beschäftigten nicht auf zwischen 8,70 und 10,50 Euro, sondern 10,17 bis 14,87 Euro brutto die Stunde.

Im Februar hatte Verdi das Unternehmen zu Tarifverhandlungen aufgefordert, seitdem haben keine Gespräche stattgefunden. Lediglich ein Angebot an den Gesamtbetriebsrat sei gemacht worden. „Das ist aber nicht gesetzeskonform“, so Munkler, da mit dem Betriebsrat keine Tarifverträge ausgehandelt werden könnten.

(vm)