Berlin: Bahn und Bombardier unterzeichnen Milliardenvertrag

Berlin: Bahn und Bombardier unterzeichnen Milliardenvertrag

Die Deutsche Bahn und der kanadische Schienenfahrzeughersteller Bombardier haben einen Rahmenvertrag über 800 Doppelstockwagen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro unterzeichnet.

Das teilten beide Unternehmen am Montag in Berlin mit. Es handelt sich den Angaben zufolge um den größten Fahrzeug-Rahmenvertrag, den die Bahn jemals an einen einzelnen Lieferanten vergeben hat.

Seit der Bahnreform 1994 habe die Bahn über 1600 Doppelstockwagen gekauft, insgesamt verfüge die Regionalverkehrstochter DB Regio über mehr als 2000 solcher Wagen.

Mit dem neuen Vertrag werde die Bahn erstmals auch angetriebene Doppelstockwagen in ihrer Flotte haben, hieß es weiter. Je nach Einsatzzweck in den jeweiligen Nahverkehrsnetzen sei aber auch die Bestellung von Einzel-, Steuer- oder Mittelwagen möglich. Außerdem seien die Fahrzeuge mit anderen Generationen kompatibel und böten so Kostenvorteile.

„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben wir uns jetzt entschieden, in die Zukunft zu investieren”, sagte Bahn-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn.

Der Konzern wolle damit auch ein wirtschaftspolitisches Zeichen setzen und im Regionalverkehr mit hervorragenden Angeboten in die Verkehrsausschreibungen gehen und mit Qualität überzeugen.

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