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Januar 2021: Arbeitsmarkt erweist sich weiter als stabil

Januar 2021 : Arbeitsmarkt erweist sich weiter als stabil

Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen hat sich trotz der Pandemie auch im Januar als stabil erwiesen. Auch in der Region sind die Arbeitslosenzahlen nur gering gestiegen.

Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen in NRW wie für die Jahreszeit typisch gegenüber dem Vormonat leicht an – um 3 Prozent auf rund 671.000, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Doch fiel der Anstieg geringer aus als im langjährigen Durchschnitt. Die Arbeitslosenquote lag mit 6,9 Prozent um 0,2 Punkte höher als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Arbeitslosen um 12,7 Prozent oder fast 98.000 zurück.

„Im Januar hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen besser entwickelt, als wir es aufgrund der Jahreszeit erwarten konnten“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Torsten Withake. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit sei zum Beginn des Jahres üblich. Gründe dafür seien unter anderem auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende, das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen und auch das abgeschlossene Weihnachtsgeschäft. Im langjährigen Mittel liege der Anstieg im Januar mit einem Plus von rund 35.000 Personen fast doppelt so hoch wie in diesem Jahr.

Spurlos ging der Anstieg der Inzidenzzahlen aber nicht am NRW-Arbeitsmarkt vorbei. „Wir sehen, dass derzeit weniger Menschen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können“, sagte Withake. Auch Kurzarbeit werde wieder stärker in Anspruch genommen, allerdings nicht so umfangreich wie vor einem Jahr.

Die regionalen Unterschiede waren beträchtlich. Am niedrigsten war die Arbeitslosenquote im Januar mit 3,8 Prozent im Münsterland. In Südwestfalen lag sie bei 5,0 und in Ostwestfalen-Lippe bei 5,2 Prozent. Höher war die Arbeitslosenquote mit 6,7 Prozent im Bergischen Land und mit 6,8 Prozent im Rheinland, am höchsten im Ruhrgebiet mit 9,5 Prozent. Stichtag der Erhebung war der 13. Januar.

In der Region lag die Arbeitslosenquote gesamt bei 6,5 Prozent – vor einem Jahr lag die Quote noch bei 7,4 Prozent. „Zum Jahresanfang erhöht sich die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen-Düren zwar saisonüblich, es ist aber der niedrigste Anstieg seit 1998. Da zum Jahresende vermehrt befristete Arbeitsverhältnisse enden, erhöht sich die Arbeitslosigkeit vor allem im Bereich der Arbeitsagentur“, erklärt Ulrich Käser, Leiter der Arbeitsagentur Aachen-Düren.

In der Städteregion Aachen liegt die Arbeitslosenquote im Januar bei 7,2% (+0,1 Prozentpunkte zum Vormonat, -1 Prozentpunkt zum Vorjahresmonat). Es waren 22.143 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, also 124 mehr als im Dezember. Auch im Kreis Heinsberg ist die Arbeitslosenquote gestiegen: Von 4,7 Prozent im Dezember auf 4,9 im Januar 2021. Im Januar 2020 lag die Quote bei 5,9 Prozent. Der Kreis Düren verzeichnet eine Quote von 6,4 Prozent (+0,1 Prozentpunkte zum Vormonat, -1 Prozentpunkt zum Januar 2020).

Durch die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt verändern sich auch die Arbeitslosenquoten an sieben von zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reichte im Januar 2022 von 4 Prozent in Monschau bis 7,9 Prozent in Aachen.

(dpa/jas)