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Aachen/Düren: Arbeitsmarkt der Region erweist sich als sehr robust

Aachen/Düren : Arbeitsmarkt der Region erweist sich als sehr robust

Die konjunkturellen Schwankungen der letzten Monate haben den Arbeitsmarkt in den Region weitgehend unberührt gelassen. Im Gegenteil: Die Agentur für Arbeit Aachen verzeichnete im August einen erheblichen Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit.

Waren im Juli noch 36.150 Personen arbeitslos gemeldet, so ging deren Zahl im August um 1224 ( 3,4 Prozent) zurück. Im Vergleich zum August des Vorjahres war der Rückgang mit 6193 Personen ( - 15,1 Prozent) noch eindrucksvoller. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 8,8 Prozent und ist gegenüber Juli 2008 um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Im Vergleich zum August 2007 liegt die Quote nun 1,6 Prozentpunkte niedrtiger.

Auch bei der Agentur für Arbeit Düren gab es im August eine positive Entwicklung: Die Zahl der Arbeitslosen sank um 246 auf 10013 und die Quote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. Im Vergleich zum August 2007 nahm die Arbeitslosigkeit um 2063 Personen ab.

Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen, nennt als Gründe für die günstige Entwicklung neben der robusten Verfassung des Arbeitsmarktes vor allem den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Allein in der Region Aachen haben 555 Jugendliche durch Aufnahme der schulischen oder betrieblichen Ausbildung ihre Arbeitslosigkeit beenden können.

Hilger sieht eine weiter hohe Nachfrage nach Fachkräften in der Region und macht den Arbeitgebern ein Kompliment: „Sie agieren in ihrer Personalplanung
zunehmend vorausschauender auch im Hinblick auf die erkennbare demografische Entwicklung.” Die Aachener Agentur für Arbeit hat die Qualifizierungsangebote für Arbeitslose verstärkt. Im August befanden sich 1571 Personen in Maßnahmen zur Qualifizierung - fast ein Viertel mehr als im August 2007.

Auch die Dürener Agentur für Arbeit unternimmt Qualifizierungsanstrengungen: Seit Jahresbeginn nahmen 1675 Personen das Angebot in Anspruch - ein Viertel mehr als in der ersten Jahreshälfte 2007.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordrhein- Westfalen im August - nach einem kurzfristigen Anstieg im Juli - wieder gesunken. Sie ging um 13.840 oder 1,8 Prozent auf 745.000 zurück, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mit. Im Vergleich zum August des Vorjahres lag die Arbeitslosigkeit um 88.100 oder gut 10 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote sank nach 8,6 Prozent im Juli wieder auf das Juni-Niveau von 8,4 Prozent. Gegenüber dem Juni 2007 waren in Nordrhein-Westfalen rund 130.000 Arbeitnehmer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die Unternehmen seien so schlank geworden, dass sie es sich nicht leisten können, die fachlich hoch qualifizierten Kernbelegschaften zu reduzieren, erwartete Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Auch die Jugendarbeitslosigkeit sank im August. 80.920 unter 25 jährige Arbeitslose waren gemeldet, knapp 3000 weniger als Ende Juli. Die Jugendarbeitslosigkeit lag um knapp 12 Prozent niedriger als im August 2007.

Ausbildungsmarkt tritt in die heiße Phase

Schwierig gestaltet sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt der Region, der jetzt in die entscheidende Phase getreten ist.

Bei der Dürener Agentur für Arbeit waren 254 Bewerber noch unversorgt. Gleichzeitig wurden 233 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet.

In der Aachener Region standen 672 noch unbesetzten Ausbildungsstellen 667 Jugendliche gegenüber, die noch auf der Lehrstellensuche waren.

Auf rund 29.000 Jugendliche, die in NRW noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, kommen mehr als 11.000 freie Lehrstellen. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht entspannt, was vor allem an der geringeren Zahl der Bewerber lag.