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Aachen/Düren: Arbeitsmarkt der Region behauptet sich als sehr robust

Aachen/Düren : Arbeitsmarkt der Region behauptet sich als sehr robust

Bereits im vierten Jahr in Folge ist die Arbeitslosigkeit in einem November im Vergleich zum Vormonat in der Region Aachen gesunken. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent zurück. Im Bereich der Agentur für Arbeit Düren blieb sie mit 7,3 Prozent unverändert.

Im November war viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 6088 Personen meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Aachen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten aber 6455 ihre Arbeitslosigkeit.

Insgesamt waren im Bereich der Aachener Agentur 32784 Personen arbeitslos - im Berich Düren waren es 9600.

Zwei Gründe nennt Gabriele Hilger, Chefin der Arbeitsagentur Aachen, für die günstige Entwicklung im November: „Zum einen ist die Zahl der Stellenangebote mit 5670 zu besetzenden Stellen nach wie vor sehr hoch, zum anderen verliert die Wirtschaft zwar an Schwung, dennoch gibt es unverändert Beschäftigungschancen für Arbeitnehmer, die flexibel und mobil im Rahmen ihrer Qualifikation darauf reagieren.”

Weniger Langzeitarbeitslose

Erfreulich ist auch ein Vergleich mit November 2007: 5014 weniger Arbeitslose bedeuten einen Rückgang um 13 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Arbeitslosenquote um 1,3 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent gesunken. Die größten Rückgänge gab es im Jahresvergleich mit 15,8 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen sowie mit 14 Prozent bei der Zahl der arbeitslosen Frauen.

Nach Ansicht der Aachener Agentur für Arbeit haben auch Zeitarbeiter derzeit Chancen, in verschiedenen Branchen einen Einsatz zu finden.

In der konjunkturellen Übergangsphase sei die Unsicherheit der Arbeitgeber über den weiteren Auftragseingang und den damit verbundenen Personalbedarf recht hoch, so dass bei vorübergehendem personellem Mehrbedarf gerne Arbeitnehmer von Zeitarbeitsunternehmen eingebunden würden.

Der konjunkturelle Umschwung deutet sich bereits in der Entwicklung der Kurzarbeit an. Immer mehr Betriebe im Bereich der Agentur für Arbeit Aachen greifen auf dieses Arbeitsmarktinstrument zurück, um Kündigungen zu vermeiden.

Im November beantragten 27 Betriebe für 393 Beschäftigte Kurzarbeit, im Vormonat waren es 15 Betriebe für 124 Mitarbeiter und im November 2007 zeigten nur vier Betriebe für 24 Mitarbeiter Kurzarbeit an.

Rückgang auch auf Landesebene

Auch auf Landesebene ist die Zahl der Arbeitslosen trotz erster Vorboten des wirtschaftlichen Abschwungs noch einmal leicht zurückgegangen. Wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag berichtete, sank sie im Vergleich zum Oktober um gut 7000 auf rund 712.500. Die Arbeitslosenquote betrug unverändert 8 Prozent. Im November vorigen Jahres waren rund 69.700 Menschen arbeitslos.

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt laufe aber offensichtlich aus, teilte die Chefin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld, mit. Eine höhere Zahl neu gemeldeter Arbeitsloser, die geringere Nachfrage nach Arbeitskräften und die steigende Zahl an Kurzarbeitern zeigten die negative Entwicklung an. Einen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt erwartet Schönefeld aber nicht.

Der Zugang offener Stellen war im November geringer als in den Vormonaten. Insgesamt waren im November rund 113.000 Stellen bei Wirtschaft und Verwaltung zu besetzen. Das waren 1340 oder 1,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat.

Bessere Karten hatten Arbeitslose unter 25. „Sie profitierten im Vorjahresvergleich am deutlichsten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit”, berichtete die Agentur. In ihrer Altersgruppe sank die Zahl der Arbeitssuchenden um 8,9 Prozent auf rund 66.000. „Grund war der hohe Bedarf der Wirtschaft an mobilen, flexiblen und gut ausgebildeten Fachkräften.”