Trotz schwacher Auftragslage : Anlagenbauer Aixtron erhöht seinen Umsatz

Trotz schwacher Auftragslage : Anlagenbauer Aixtron erhöht seinen Umsatz

Trotz einer erwartet schwachen Auftragsentwicklung blickt der Herzogenrather Anlagenhersteller Aixtron positiv auf die Geschäfte im ersten Halbjahr 2019. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent auf 132 Millionen Euro.

Auch den Bruttogewinn konnte Aixtron um vier Prozent auf 52,4 Millionen Euro steigern. Im Betriebsergebnis (EBIT) legte das Unternehmen im Jahresvergleich mit einem Plus von 59 Prozent auf 19,1 Millionen Euro sogar deutlich zu. Die Betriebsaufwendungen wurden um 13 Prozent auf 33,5 Millionen Euro reduziert.

Den schwächeren Auftragseingang hatte Aixtron schon im Februar bei seinem Jahresausblick anvisiert. Nun bestätigt sich die gedämpfte Erwartungshaltung: Im Jahresvergleich verringerten sich die Aufträge um 36 Prozent auf 98,3 Millionen Euro. Zu schaffen macht dem im Tec-Dax gelisteten Unternehmen die weltwirtschaftliche Gesamtlage. „Unsere Kunden zeigten vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelsstreits zwischen den USA und China eine verstärkte Zurückhaltung, in die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten zu investieren“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Dies sei durch die Sanktionen gegen Huawei zuletzt sogar noch verstärkt worden. Aixtron-Vorstand Bernd Schulte blickt jedoch positiv in die Zukunft: „Insbesondere aufgrund einer erwarteten Nachfragebelebung aus Asien sind wir optimistisch, dass sich der Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte verbessert“, sagte er. „In Verbindung mit unserem starken Auftragsbestand gehen wir davon aus, unsere Jahresprognose zu erfüllen.“

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet Aixtron mit Auftragseingängen in einer Bandbreite zwischen 220 und 260 Millionen Euro. Bei erwarteten Umsatzerlösen in einer Größenordnung zwischen 260 und 290 Millionen Euro erwartet das Unternehmens eine Bruttomarge von rund 40 Prozent (zuvor: 35 bis 40 Prozent) sowie ein EBIT in Höhe von rund 13 Prozent (zuvor: acht bis 13 Prozent) des Umsatzes. Den Angaben zufolge soll ein Free Cashflow zwischen 15 und 25 Millionen Euro erzielt werden. (red)

(red)
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