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Am Urlaub wird gespart

Am Urlaub wird gespart

Stuttgart (dpa/an-o) - Bei den Ausgaben für Auslandsreisen schnallen jetzt auch die Bundesbürger den Gürtel enger. Das erwartet die Dresdner Bank AG, Frankfurt.

"Der drohende Irak-Krieg überschattet alles", sagte Bank-Volkswirtin Renate Finke gestern auf der Messe Caravan Motor Touristik (CMT), Stuttgart. Zudem sänken die Haushaltseinkommen. Im günstigsten Fall sei mit Stagnation zu rechnen. Erst 2004 sei wieder spürbares Wachstum zu erwarten.

Deutsche Touristen und Geschäftsreisende haben 2002 erstmals seit 20 Jahren weniger Geld für Auslandsreisen ausgegeben. Die Umsätze sanken um zwei Prozent auf 50,5 Milliarden Euro. Hauptgründe seien die wirtschaftliche Unsicherheit, Preiserhöhungen bei Pauschalreisen und die Angst vor Terroranschlägen. Im Vorjahr waren die Ausgaben, so die Reiseverkerhsbilanz mit 51,6 Milliarden konstant geblieben.

Positiv entwickelten sich 2002 hingegen die Reise-Einnahmen Deutschlands: Nach Rückgängen im vergangenen Jahr wuchsen sie um sechs Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Dabei konnte Deutschland vom Trend zu Auto- und Bahnreisen profitieren. Die Bundesrepublik rangiert knapp hinter China weltweit auf Rang sieben der beliebtesten Reiseziele. Auch 2003 sei mit einem Plus zu rechnen.