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Wirtschaftshilfe: Altmaier erwägt leichteren Zugang zu Corona-Überbrückungshilfen

Wirtschaftshilfe : Altmaier erwägt leichteren Zugang zu Corona-Überbrückungshilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwägt einen leichteren Zugang zu Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Firmen.

Der CDU-Politiker sagte am Donnerstag bei einem Besuch der Industrie- und Handelskammer in Köln, er werde mit den Ländern über offene Fragen reden. Altmaier machte deutlich, dazu gehöre etwa die Höhe des Umsatzausfalls, ab der bisher Zuschüsse beantragt werden können.

Die Überbrückungshilfen waren am Mittwochabend auch Thema bei einer Videokonferenz der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern. Wie es aus Länderkreisen hieß, fordern Länder, dass Zugangsvoraussetzungen für die Hilfen gesenkt werden.

Antragsberechtigt sind bisher Unternehmen, deren Umsatz in den Monaten April und Mai zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten gesunken ist. Sie bekommen dann für die Fördermonate Juni bis August fixe Betriebskosten wie etwa Mieten von insgesamt bis zu 150 000 Euro erstattet.

Altmaier machte nun deutlich, es gebe Firmen, die im April oder Mai noch Geld aus erledigten Aufträgen bekommen hätten und die Voraussetzungen für die Hilfen nicht erfüllten - in den Folgemonaten aber hohe Umsatzausfälle gehabt hätten.

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die Überbrückungshilfen bis Ende des Jahres zu verlängern. Das bedeutet, Unternehmen sollen bei erheblichen Umsatzausfällen nun auch für die Monate September bis Dezember Hilfen beantragen können.

Es bleibt aber beim Volumen des Programms von bis zu 25 Milliarden Euro. Altmaier rechnet insgesamt mit einigen Hunderttausend Anträgen, wie er in Köln sagte.

(dpa)